07.05.07, 12:34:34
Tsukasa
Werwolf
Allgemeines:
Werwölfe sind neben den Vampiren eine der wohl bekanntesten und gefürchtetsten Fabelwesen der Welt.
Im Allgemeinen sind Werwölfe Gestaltwandler. Sie sind in der Lage ihre Gestalt zu verändern und zwischen ihrer eigentlichen Rasse, sei es Elf, Mensch, Zwerg, Ork oder sonst was und der Gestalt des Werwolfes zu wandeln.
In der Gestalt ihrer eigentlichen Rasse haben sie nochimmer die gleichen Eigenschaften und Fähigkeiten wie zuvor, doch ihre Sinne sind geschärft wie die eines Wolfes. Augen, Nase, Mund, sowie Geschwindigkeit und Flinkheit in ihren Bewegungen sind besonders ausgeprägt. Ihr äußeres Erscheinungsbild ist durch eine stärkere Körperbehaarung geprägt, welche sich in vermehrtem Bartwuchs und buschigeren Augenbrauen zeigt. Zudem haben sie eine Art "sechsten Sinn", der sie leichter Gefahren erkennen und darauf reagieren läßt oder ihnen auch die Fähigkeit gibt, Situationen und andere Wesen besser einzuschätzen. Auch erhalten sie noch die überaus nützliche Fähigkeit, daß sie im weitesten Sinne nur noch durch Silber, sowie Magie ernsthaft zu verletze sind (näheres dazu später).
Die verschärften Sinne des Werwolfs sind in beiden Gestalten nicht immer ein Segen. So wird ein widerlicher Geruch einem Werwolf mehr in der Nase brennen und zu einem erhöhten Ekel führen, als bei normalen Wesen. Auch sind seine Augen eher auf die Dunkelheit angepasst, wodurch er leicht geblendet werden kann und mit lauten hohen Tönen kann man jeden Werwolf zumindest bis zu einem gewissen grad in seiner Angriffslust bremsen. Werwölfe sind unglaublich stark und trotz ihrer enormen Stärke noch immer flink und wendig.
Offensichtliche Nachteile sind bei einem Werwolf zum ersten sein "innerer Wolf". Dieser, der wie eine zweite Seele in der Person lebt, beeinflußt an manchen Stellen stark die Handlungsweise der Person, sowie deren Art zu leben. Dabei ist es egal, ob sie ihre "normale" Gestalt oder ihre Werwolfsgestalt innehat. So handeln Werwölfe sehr viel spontaner und auch instinktiver. Auch bevorzugen sie eher die Abgeschiedenheit und Einsamkeit, sind verschlossener und sind eher in der Nacht und dunkleren Orten zu finden.
Desweiteren ist natürlich ihre Verwandlung in einer Vollmondnacht zu den Nachteilen ihres Lebens zu zählen. Ein Werwolf muß sich zwangsläufig bei Vollmond verwandeln, wird dann von seinem innere Wolf kontrolliert und dieser hat wie die meisten Raubtiere instinktiv nur zweierlei im Sinne: Fressen und Überleben. Man erinnert sich selten genau an das, was man in der Vollmondnacht getan hat. Selten genug erinnert man sich an diese Nacht wie an einen Traum - verschwommen, undetailiert und ungenau. Die Verwandlung selbst ist ein mehrminütiger Prozess, der stets mit enormen Schmerzen verbunden ist.
Zuletzt entwickelt ein jeder Werwolf eine gewisse Abneigung gegen Vampire, was laut Legenden auf einen noch immer andauernden Krieg zwischen diesen Wesen um die Vorherrschaft über die Nacht beruht. Doch die genauen Gründe für die mitgebrachte Ablehnung sind nicht bekannt, doch es gibt genügend Theorien und Spekulationen. Ihre Lebenserwartung ist in der Regel höher als die vieler Wesen, aber auch sie unterliegen der Alterung.
Infektion:
Die Verwandlung von einem "normalen" Wesen in einen Werwolf erfolgt durch den Biß eines anderen Werwolfs. Überlebt das Opfer den Biß, so wird es sich in der nächsten Vollmondnacht erstmals in eine rasende Bestie verwandeln, einen Werwolf.
Beim Biß eines Werwolfs wird im Normalfall Speichel an die Wunde abgegeben, welcher Viren enthält, die sofort damit beginnen, die gesamte Körperstruktur des Infizierten umzuwandeln. Sämtliche Zellen des Organismus werden von diesem Virus befallen und verändert. Erbanlagen, Gewebe-, Knochen- und Muskelzellen, sowie Nervenstränge und alles andere im Körper wird so verändert, daß der Betreffende zu einem Werwolf mutieren wird, sobald eine Vollmondnacht anbricht. Doch auch eine eigene Art der Magie entwickelt sich im Körper des Opfers, welche beispielsweise die Entwicklung des inneren Wolfes mit sich bringt. Diesen gesamten Vorgang nennt man "Lykantrophie".
Der Vorgang ist von wenigen sehr weisen Heilern in den ersten Stunden durch einen Aderlass und das Blut eines reinen Wesens aufzuhalten. Dabei bleiben jedoch die bis dato erfolgten Veränderungen erhalten, welche bis dahin nur leicht verstärkte Behaarung und maximal 1-2 leicht verstärkte Sinne sein könnten.
Der entwickelten Magie ist es auch zu verdanken, daß es einem Werwolf möglich ist, seine Transformation zu kontrollieren, wenn er von einem fähigen und alten Werwolf unterrichtet wird, wie dies von statten geht. So kann ihm gelehrt werden, sich zu verwandeln, wann es ihm beliebt und wie er bei einer Verwandlung ein ausgeglichenes Gleichgewicht zwischen sich selbst und seinem "inneren Wolf" herstellen kann. Er kann dann auch kontrollieren, inwiefern die eine oder andere Seite seines Selbst überwiegt. Auch ist es dadurch möglich, sich bei einer Verwandlung bei Vollmond unter Kontrolle zu halten. Doch ist es unter keinen Umständen möglich, die Transformation bei Vollmond zu unterbinden. In einer Vollmondnacht verwandelt sich ein Werwolf und kann dagegen nichts unternehmen, aber wie erwähnt kann er lernen sich trotz der Verwandlung zu kontrollieren, andernfalls sollte er mit allen Mitteln unter Kontrolle gehalten werden.
Hierarchie:
Auch wenn Werwölfe als bestialische Tiere verschrien sind, gibt es doch eine klare Rangordnung in ihren Reihen, ähnlich wie in einem Rudel Wölfe. Diese Rangordnung wird speziell an Alter, Stärke, Geschwindigkeit und Gewandheit, aber auch an Intelligenz und Wissen festgemacht. So ist der älteste, weiseste und stärkste Werwolf der sogenannte "Urwolf", der Vater der Werwölfe. Er steht über allen anderen Werwölfen und genießt ihren Respekt und ihre Achtung. Doch wie auch in einem Rudel wagen es manchmal Jungwölfe, sich ihrem obersten Wolf entgegenzustellen, um sich seine Stellung zu erkämpfen.
Auch gibt es Unterschiede, welche Fähigkeiten und Stärken ein Werwolf erlangt. So ist ein Werwolf, der vom "Urwolf" erschaffen wurde, nicht ansatzweise so stark, wie der Urwolf selbst, genauso wie jemand, der von einem "herkömmlichen" Werwolf gebissen wurde, nicht von Anfang an genauso stark ist wie dieser, geschweige denn so stark wie der Urwolf.
Außerdem ist nur der Urwolf in der Lage, seinen Opfern die Fähigkeit beizubringen, sich zu jederzeit zu verwandeln und ein Gleichgewicht in seinem Inneren zu schaffen.
Besondere Eigenschaften:
- Ein Werwolf kann weitestgehend nur durch eine silberne Waffe oder durch Magie ernsthaft verwundet werden. In seiner "normalen" Gestalt sowie in seiner Werwolfsgestalt heilen Wunden, welche ihm durch normale Waffen zugefügt wurden, sehr viel schneller als bei Nicht-Werwölfen. Wunden durch silberne oder magische Waffen heilen hingegen in normaler Zeit Jedoch ist es durchaus nicht so, daß ein abgetrennter Arm oder ein abgetrenntes Bein, einfach nachwächst. Ab ist ab und kann nicht einfach wieder angenäht werden, es sei denn, dieses "Wiederansetzen" wird sofort und durch einen entsprechend Ausgebildeten getan. Ist das Gliedmaß jedoch wieder angenäht, so kann der Körper den Rest zwar erledigen, doch dies wird entsprechende Zeit dauern. Gleiches gilt bei tiefen Schnittwunden, welche nun einmal eine gewisse Zeit zum heilen brauchen. Schneller zwar als bei normalen Menschen, doch auch diese brauchen etwas Zeit.
- Trotz der Veränderungen aus organischer und magischer Sicht sind Werwölfe keineswegs unsterblich. Sie altern zwar langsamer als andere Wesen, sind aber auch dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterworfen.
- Werwölfe verfügen sowohl in Wolfs-, als auch in Normalgestalt über besonders gut ausgeprägte Sinneswahrnehmung. So können sie besser hören, sehen und besonders riechen, dabei beachte man die bereits beschriebenen Nebenwirkungen (Empfindlichkeit gegen üble Gerüche, Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit,…). Auch sind sie unglaublich stark und trotzdem geschwind, flink und gewandt.
09.05.07, 13:54:05
Alatáriel
Sehr schöner Text. :)
Wie ist denn jetzt das mit der Mondanzeige geregelt worden, also dass man weiß, wann die Zwangsverwandlung geschehen wird...?
10.05.07, 07:54:12
Ryuuken
Sehr schöner Text, Tsukasa.
11.07.07, 11:03:20
DamienAykaer
So, dann gebe ich hierzu noch meinen Senf ab.....
Schade, dass Olewyn nicht mehr auftaucht und dass über seinen Verbleib niemand etwas zu wissen scheint.
Ich hoffe, dass ich einen ebenso guten und fähigen Urwolf abgeben werde, wie er es geworden wäre.
Bleibt nur noch die Frage nach dem Vollmond und der Verwandlung zu regeln... sollte erst einmal noch nichts dafür geplant sein, werde ich nach eigenem Ermessen Vollmond und Verwandlung ausspielen, für eine Person allein ist das ja kein Problem. Erst, wenn es mehr Wölfe werden, bräuchte man wohl irgendwann eine Regelung...
Es grüßt,
Damien Aykaer
11.07.07, 12:10:49
Tsukasa
Die Mondphasen sind berechnet, ich bin nur noch nicht dazu gekommen sie einzubauen, aber das wird schon noch.
13.07.07, 11:56:21
DamienAykaer
Na, mach dir keinen Stress damit, es eilt ja nicht.
So lange ich allein bin, kann ich´s ja noch nach eigenem Ermessen ausspielen.
Momentan bin ich in meiner privaten Zählung bei kurz nach Neumond, es dauert also noch ein bisschen, bis was passiert. ;)
18.11.07, 19:23:13
Tsukasa
Mondphasen
Da unsere Welt ein Doppelmondsystem besitzt gibt es einige Besonderheiten für die Teilzeitfellkugeln. Zum einen werden sie nicht vom kleinen Vollmond, Shod, mutieren sondern brauchen dazu schon mindestens den großen, der Dhad heißt. Sollte nur Shod voll sein, werden sie maximal ein etwas seltsames Verhalten an den Tag legen, sowie einem verstärkten Bartwuchs unterliegen und das bei Männchen und Weibchen. Eine normale Verwandlung gibt es, wenn Dhad allein voll ist. Kommt nun noch der Doppelvollmond zustande, wird sich die Kraft der Pelzigen noch etwas verstärken, wobei das insbesondere dann gilt, sollte Shod genau in der Mitte vor Dhad liegen.