03.06.08, 16:12:31
Alatáriel
So, wie am Schwarzen Brett in Mitheldarien angekündigt, suche ich noch immer neue und alte Mitspieler, die Interesse daran haben, sich an einem neuen Projekt zu beteiligen.
Die kurze Zusammenfassung:
Es geht darum, dass eine neue Nation hier in Erscheinung treten soll. Wie die älteren Spieler hier wissen, gibt es ja bereits Som, das wir Selor zu verdanken haben. Um eine Art Gegengewicht zu schaffen und mit der Absicht, die neue Nation in möglicherweise kriegerische Auseinandersetzungen mit Som zu verwickeln, habe ich mir ein Reich überlegt, dessen Bewohner nach und nach erste Schritte gen Mitheldarien lenken werden.
In der ersten Phase geht es darum, erst einmal eine Art Kundschafter-Trupp in die Stadt zu schicken, dem daran gelegen ist, etwas über Land und Leute in Erfahrung zu bringen, völlig zwanglos und unverbindlich. Aufgrund dieser Erfahrungen soll abgewägt werden, ob Ägaia mit dem Herrscher, König Medil, in Kontakt treten will, um über mögliche diplomatische oder Handelsbeziehungen zu verhandeln.
In der zweiten Phase soll ein größeres Gefolge unter Führung des Botschafters Ägaia nach Mitheldarien kommen, um dem König seine Aufwartung zu machen.
Dabei soll es unter Umständen zu ersten Auseinandersetzungen mit dem Botschafter aus Som kommen.
In einer dritten Phase wird das Regentenpaar Ägaias persönlich nach Mitheldarien kommen, ebenfalls mit großem Gefolge.
Was danach passiert, lasse ich bewusst offen. Je mehr Mitspieler wir haben, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich uns, und das finde ich spannender, als jedes Detail festzulegen, das geschehen soll.
Im Anhang findet ihr die aktuellen Informationen zu Ägaia, zu Land, Leuten und Kultur. Ich bitte alle, die sich daran beteiligen wollen, sich die Infos aufmerksam durchzulesen, weil es besonders für die Spieler, die einen Char aus Ägaia spielen wollen, wichtig ist, diese grundlegenden Kenntnisse verinnerlicht zu haben.
Wer sich beteiligen möchte, der schreibt mich bitte am besten per YoM an, damit wir alle weiteren Punkte klären können. Rückfragen und Probleme bitte ebenfalls per YoM an mich.
Ich suche momentan zwar auch Stadtbewohner, die mit den Fremdlingen interagieren wollen, aber vor allem Spieler, die noch keinen festgelegten Char haben oder bereit wären, ihren Char umzugestalten, um aus ihm einen Bewohner Ägaias zu machen.
In Zukunft werde ich hier den aktuellen Stand der Dinge zusammenfassen, also was bisher geschehen ist und was erlebt wurde.
Ich hoffe auf rege Beteiligung! :)
Dateianhang:
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13.06.08, 12:34:14
Alatáriel
So, hier eine Aktualisierung der Ägaia-Informationen, die besonders für all die Chars interessant sein dürfte, die sich mit Magie befassen wollen.
Mein großer Dank gilt hier Cerin rFaloth, der sich aufgrund seiner Ägaia-Charidee näher mit der Magie Ägaias beschäftigt und mit ein wenig Fremdinspiration ein sehr interessantes Konzept entwickelt hat, das ich hier 1:1 übernehmen werde.
Der folgende kursiv geschriebene Text stammt gänzlich aus Cerins Feder und wird mit ausdrücklicher Erlaubnis von Cerin hier veröffentlicht, damit sich auch andere Spieler von den Ideen inspirieren lassen können.
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Oonen-Magie
Die Anfänge der Oonenmagie von Ägaia reichen zurück bis in die Jahre weit vor den Magierkriegen. Als Pionier in der Magieforschung machte sich ein Mann aus den südlichen Landen, Septern, einen Namen unter den Großen seiner Zeit. Er war der erste, der sich mit der Magie befasste, mit ihrer Form, ihrer Art und ihren Möglichkeiten. Abgeschieden von der Außenwelt lebte er inmitten eines Waldes in einer relativ kleinen Holzhütte und führte dort Versuche aller Art durch. Denn eines hatte Septern recht schnell erkannt - die Magie war eine ungeheure Macht, und wer sich ihrer bedienen konnte, dem würde zukünftig nur wenig im Weg stehen. So forschte Septern nicht ganz uneigennützig an der Magie herum und suchte verzweifelt und unaufhaltsam nach einem Weg, die Magie so zu kanalisieren, dass er die Möglichkeit hatte, sie für seine Zwecke zu nutzen. Er probierte viel aus, und auch einige Versuche schlugen auf seine Gesundheit, sodass ihm später bei seinem Tod sowohl ein Bein als auch ein Auge fehlten und er auch innere Verletzungen davongetragen hatte. Schließlich, nach vielen Jahrzehnten jedoch, fand er einen Weg, die Magie für sich zu nutzen, in Form von Oonen.
Diese Oonen, wie er sie nannte, waren im Grunde genommen nichts anderes als komplexe Zeichen, die er mit dem Zeigefinger in die Luft malte. Man musste empfänglich sein für die Magie, man musste sie spüren können, und man musste ein gewisses zeichnerisches Geschick haben, um diese Oonen aufzuschreiben und auszuführen. Nach und nach entwickelte Septern unzählige von Oonen, die alle ihren eigenen Effekt hatten. Später nahm er zwei Studenten zu sich, die von seinen Forschungen gehört hatten und sich berufen fühlten, ihm bei der Entwicklung der Magie als gemeinnütziges Gut zu helfen. Sie waren beide sehr talentiert, und so konnten sie ihm bei vielen Oonen behilflich sein. Als Septern starb, hatten die drei neuen Magier bereits eine Bandbreite von 148 Oonen entwickelt, und ein Ende in der Forschung war nicht abzusehen. Nach dem Tod Septerns jedoch vereinbarten die beiden Schüler, sich zu trennen, ihre eigenen Wege zu gehen und die Magie im ganzen Land zu verbreiten, sodass sie umfassender genutzt werden konnte. Der eine von ihnen hieß Eskeban, der andere wurde von seinen Anhängern nur Anadasar genannt.
Die heutige Hochburg der magischen Oonenforschung bildet die Mineon Lhay.
Oonen sind nach einem recht einfachen Grundprinzip aufgebaut. Zunächst malt man das Symbol des Elementes, das man benutzen will, in die Luft. Dann schmückt man es der Absicht entsprechend mit kleinen Häkchen, Strichen und Punkten aus, bis das gewünschte Gesamtbild entstanden ist. Mit einem Punkt in der Mitte vervollständigt man das Oon zum einen und aktiviert es zudem auch. Während des Zeichnens leuchten die Linien, die man für gewöhnlich mit dem linken Zeigefinger zeichnet (Linkshänder wie Rechtshänder) in einem hellen Gelb bis Gold auf, bei der Aktivierung des Oons verwandelt sich das Oon in ein weißes Strahlen und verschwindet schließlich wieder. Der Effekt tritt für gewöhnlich ein bis zwei Sekunden später ein. Die Elemente, die man zur Zeichnung von Oonen nutzen kann, sind Feuer, Wasser, Luft, Erde und Licht. Durch die Kombinierung zum Beispiel von Wasser und Luft kann man Eis entstehen lassen, ein günstiges Gegenoon gegen Feuer ist zum Beispiel Wasser. So entsteht ein verstricktes Netz sämtlicher Oonen, das zu beherrschen mehrerer Jahre, wenn nicht Jahrzehnte eifrigen Studierens benötigt.
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Fragen speziell zu dieser Art der Magie können am besten an Cerin selbst gerichtet werden, Fragen zur Erstellung eines Chars mit Ägaia-Hintergrund beantworte ich nach wie vor gerne.
Wir haben jetzt einen kleinen Spähtrupp zusammen, der in der nächsten oder übernächsten Woche erste Schritte in der Stadt unternehmen will, ich suche dennoch noch jede Menge anderer Spieler, die bereit sind, sich auf irgendeine Weise zu beteiligen. Also, meldet euch!
20.07.08, 22:47:58
Sashin
Und hier noch ein Nachtrag bzw. der zweite Teil des Ganzen.
Eine kurze Abhandlung über Oonenmagie (Septern Malanvai, datiert einige Hundert Jahre vor den Magierkriegen)
[...] So gilt es fortan, zunächst die Grundgestalt der Magie zu begreifen. Die Magie ist wie Wasser. Sie fließt durch alles und jeden, sie umgibt alles und durchdringt selbst den härtesten Fels. Sie ist für das bloße Auge nicht sichtbar, und wenn sie sichtbar wäre, würde der Seher durch den Glanze der Magie erblinden. [...]
Die Magie in eine Form zu bringen, die uns menschlichen Wesen nutzbar gemacht werden kann, ist ein wesentlicher Schritt in der Erforschung der Magie, wenn nicht sogar der Wesentlichste von allen. Hierzu muss der Mensch jedoch empfänglich sein für den Fluss der Magie, der durch ihn hindurchfließt und ihn im Innersten durchdringt. Wie ein Leuchtturm muss der Verstand des Menschen ausschauen nach der Magie, und nur wenige haben das Glück, den inneren Leuchtturm zu besitzen und die Magie damit zu erkennen. Nur wenn der Mensch an sich empfänglich ist für die Schwingungen des Magieflusses, vermag er sich die Energien der Magie zu Nutzen zu machen. [...] Findet der Mensch den Zugang, so erscheint ihm die Magie folgend als erdrückende Masse, denn hat er seine Sinne erst einmal auf die Magie eingestellt, wird er schier zerquetscht von der Fülle, Energie und Schönheit des magischen Flusses. Diese Last zu überwinden ist der zweite wesentliche Schritt, denn mit der Last auf den Schultern und auf den Sinnen ist es dem Menschen nicht möglich, eine Struktur in die Magie zu bringen. Er benötigt viele Stunden völliger Konzentration, den Fluss zu verstehen und nachzuvollziehen, um sich schließlich geschickt dem Druck zu entwinden. Verblassen tut dieser selbstverständlich nicht, doch muss der Mensch an sich seine Art finden, mit dem Druck zu leben und über ihn zu herrschen. [...]
Die Magie in Formen umzusetzen, die die gegenwärtige Welt verändern und manipulieren können, ist die höchste Kunst. [...] Der Magier muss sich geschickt nach den monumentalen Strömungen der Magie ausrichten, damit er so die maximale Kraft und Energie aus der Zeichnung schöpfen kann. Der zweite Finger der linken Hand ist der Finger des Zeichnens. Er hat sich in Versuchen als der Kunstvollste herausgestellt und ist zudem der Einzige, der es vermag, den Magiestrom einzufangen. In der Magie, deren Substanz ferner nur noch als Mana bezeichnet wird, werden Unterschiede gesetzt zwischen den definierten Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft und Licht. Dem Licht ist hierbei eine besondere Stellung bemessen, da es weder ein Komplementärelement hat, noch ein Gegenteiliges. Die Dunkelheit kann nicht als Element bezeichnet werden, da sie im Grunde nur ein Fehlen des Lichtes verzeichnet. Es hat sich bewährt, das Mana zu filtern mit dem Zeichen des benötigten Elements. Jede Zeichnung zum Wirken von Magie beginnt somit mit dem Element, der Konzentration auf dieses und dessen Zeichen. Ist das Element in der Luft geformt worden, wird das Mana sich selber filtern. Der Vorgang ist dadurch zu beobachten, dass das überschüssige Mana - etwa das der herausgefilterten Elemente - in Form gleißenden Lichtes durch die Zeichnung flieht. Der Magier muss lernen, seine Augen gegen dieses Leuchten zu verteidigen, denn sonst werden seine Zeichnungen durch den Blendvorgang ungenau und damit unbrauchbar oder sogar gefährlich für ihn selber. Ist das Element selber stark genug, stoppt der Vorgang der Auslese automatisch, und das Licht des gefilterten Manas verschwindet zu einem hohen Teil. Ein leichter Schimmer bleibt jedoch erhalten, was sich insbesondere auf die Sichtbarkeit der Zeichnung positiv auswirkt. [...]
Widmen wir uns nun dem Zeichnen an sich, denn mit dem gefilterten Elementenmana ist alleine nicht viel anzufangen. Die Größe des Elementzeichens bestimmt zugleich die Energie, die für die Zeichnung verwendet werden soll; will man beispielsweise einen Fluss heraufbeschwören, bedarf es einer wesentlich größeren Zeichnung des Wasserelements, als wenn man lediglich ein Glas voll Wasser bekommen möchte. Ist also das Zeichen des gewünschten Elements gegeben und ausreichend gefiltert, beginnt man mit der Feinarbeit. Die Linien, Kurven und Kanten, die man hier mit dem Finger hinzufügen muss, sind von Oon zu Oon anders. Ein Häkchen kann im Feuer die Hitze definieren, in der Erde jedoch gleichzeitig das Gewicht festsetzen. Sämtliche Verzierungen sind also nicht übertragbar; sie sind einzigartig in ihrem Element. Im folgenden werde ich die einzelnen Verzierungen und ihre Effekte darlegen, geordnet nach Elementen. [...]
Hat der Magier nun seine Absichten in seiner Zeichnung manifestiert, ist es an ihm, den Abschluss zu schaffen. Ein Punkt im Zentrum, in der Mitte des Kreises, vervollständigt ein jedes Oon. Mit diesem Punkt schließt der Magier den Vorgang des Zeichnens ab und aktiviert sein Werk. Die Effekte entfalten sich je nach Oon; viel gibt es nicht hinzuzufügen. [...]