Ägaia - die Chars

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05.06.08, 10:33:55

Alatáriel

Damit im anderen Thread der Handlungsverlauf ungestört aufgezeichnet werden kann, würde ich hier in diesem Thread alle beteiligten bitten, ihren Char kurz vorzustellen. Das soll zum einen dafür gut sein, eine Aufstellung aller Beteiligten der Übersichtlichkeit wegen hier zu haben, zum anderen fühlt sich vielleicht der ein oder andere Unentschlossene dazu inspiriert, sich noch zu beteiligen. :)

Ich mache den Anfang:

Juniorschwertgeneral Kayleyka Shenshahir

Geboren und aufgewachsen in Thihué in Gileas. Ihre Mutter Nyubaa Aylin stammt auf Gileas selbst und arbeitet in Thihué als Heilerin, jedoch ohne festen Sitz, das heißt, sie reist in der Provinz herum, um dort ihre Dienste anzubieten, oft zusammen mit Händlerkolonnen.
Mit einem Handelszug auf der Dhay Ägaia kam desöfteren auch Yolash Shenshahir von Bharay nach Thihué, ein wohlhabender Kaufmann, der mit Nyubaa Handel trieb, da sie sich besonders für die Waren aus dem Süden interessierte. Es kam, wie es kommen musste - sie verliebten sich, sie heirateten und bekamen eine Tochter. Da beide Elternteile große Freigeister sind, gehen sie noch heute ihren Gewerben nach, und auch wenn sie sich manchmal wochenlang nicht sehen, führen sie dennoch eine glückliche Ehe.

Kayleyka hat ihren Freigeist von ihren Eltern geerbt. Als Einzelkind aufgewachsen hat sie anfangs nicht gelernt, sich gegen andere durchzusetzen, und wurde von anderen Kindern unterdrückt, weil sie doch anders aussieht als man es von einem Bewohner Gileas' erwarten würde. Sie ist relativ groß - etwa 1,80m, hat einen goldenen Hautton, der im Vergleich zur Blässe der anderen sehr auffällt, dazu grüne Augen und rotbraunes Haar, das sie ihrem Vater verdankt. Infolge der Hänseleien hat sie einen starken Willen entwickelt, sich durchzukämpfen, und auch wenn ihre Kindheit recht behütet und glücklich war, machte ihr die Häme der anderen Gleichaltrigen oft zu schaffen.
Da sie niemals einen gewöhnlichen Beruf erlernen wollte und ein echter Wildfang war, wollte sie Schwerttänzerin werden - besonders, nachdem sie in Shuke regelmäßig die Schaukämpfe der Tänzer betrachtete, mit denen sie sich die ein oder andere Goldmünze extra verdienten.

Kayleyka erhielt bei diesem Vorhaben die Unterstützung ihrer Eltern, und so wurde sie mit 10 Jahren in die Schwerttänzerschule Thihués geschickt, wo man schnell ihr Talent entdeckte. Ihre Ausbildung dort dauerte insgesamt zehn Jahre, bis sie ihre Kunst perfektioniert hatte und die 7. und letzte Stufe des Tanzes erreicht hatte - erstaunlich schnell, wenn man bedenkt, dass die zweite Stufe des Tanzes meistens erst nach ungefähr drei Jahren nach Ausbildungsbeginn erreicht wurde.

Aufgrund ihres Talents schickten ihre Lehrer sie nach Sheshuray, um ihre Ausbildung dort abzuschließen. Nach drei Jahren erlebte sie den Aufstieg zur Schwertsängerin, und weitere zwei Jahre später erreichte sie den höchsten Rang, den der Schwertmagierin.
Mit ihrem bisher ungetauften Schwert ging sie nach Mineon Lhay, wo man schnell auf ihre Fähigkeiten aufmerksam wurde und sie in den Dienst der Schakalfestung stellte. Jetzt, mit 29 Jahren, hat sie sich dort bewährt und hat gute Chancen, in den Rang einer Schwertgenerälin erhoben zu werden. Ihre Reise nach Mitheldarien soll ihre Bewährungsprobe werden, und wenn sie und ihre Leute dort erfolgreich sind, soll sie befördert werden - ein Grund mehr für sie, dieses Unterfangen sehr ernst zu nehmen. Außerdem hofft sie, in dieser fremden Umgebung vielleicht einen Gegner zu finden, der würdig genug ist, um ihr Schwert in ihm zu taufen.
05.06.08, 16:23:01

Luria

Gut, dann mach ich wohl mal weiter :)

Kashira Taingire, Schwertsängerin


Kashira stammt aus einer recht wohlhabenden Familie in Gileas, genauer gesagt Mikaima. Ihre Eltern, zwei Händler, die sich aber mittlerweile dafür entschlossen hatten, sich einen festen Wohnsitz zu suchen, schickten sie bereits im Alter von 9 Jahren auf eine der Schwertschulen, damit sie dort zur Schwerttänzerin ausgebildet würde.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass Kashira schnell lernte und die Übungen und Ratschläge ihrer Lehrer gut umzusetzen wusste.
In Windeseile stieg sie die Stufen auf (natürlich dauerte es dennoch ein paar Jahre) und ging bald darauf nach Sheshuray um dort die Ausbildung weiterzuführen.
Sie wurde weiter zu Schwertsängerin ausgebildet, dann entschied Kashira, dass es nun reichte und sie verließ Sheshuray um sich anderen Dingen in ihrem Leben zu widmen, neben den Vorführungen, bei denen sie sich immer mal ein paar Münzen verdiente.

Sie kehrte nach Mikaime zurück und suchte dort einen Meister im Waffenlosen Nahkampf zu suchen um ihren Kampfstil etwas zu vervollständigen.
Dort lernte sie auch Shien Da'arash kennen, Sohn ihres Lehrers. Ihr Lehrer stellte fest, dass Kashira auch hier shcnell Fortschritte machte und entschied, dass sie einige Privat stunden erhallten könne. Shien erklärte sich bereit, Kashira diese zu geben. Im Laufe der Zeit freundeten sich die beiden immer mehr an und wurden unzertrennlich

Nachdem sie die Aubildung dort beendet hatte ging sie im Alter von 22 Jahren nam Mineon Lhay um Teil der Schakale zu werden. Aufgrund ihrer Fähigkeiten konnte Kashira sich auch dazu zählen. Shien, der Kashiras bester Freund und engster Vertrauter geworden war, war ihr ebenso gefolgt um sich auch den Schakalen anzuschließen.

Als nun ein Spähtrupp nach Mitheldarien ausgeschickt wurde, war auch Kashira mit von der Partie, wollte sie doch ebenso dies neue Land kennen lernen. Kayleyka hatte sie ausgewählt damit Kashira sich beweisen könne. Auch Shien war wie immer an ihrer Seite, als Heiler für die Gruppe.
06.06.08, 16:32:40

Tyrael

Dann bin ich wohl Nummer 3.

Heiler Shien Da'Arash


Shien verbrachte die ersten Jahre seiner Kindheit in Mikaima, die Mutter verstarb bei der Geburt. Er wurde also von seinem Vater alleine aufgezogen und im waffenlosen Nahkampf unterwiesen, sodass er sich relativ früh selbst wehren konnte. Da sein Vater ein angesehener Lehrer für den Waffenlosen Nahkampf war, hatten er und sein Vater keine finanziellen Probleme. Ab und zu kam er schon einmal zu seinem Vater gerannt, mit einem Lächeln und einigen blauen Flecken und Schwellungen im Gesicht, um ihm voller Freude mitzuteilen, dass er einen größeren und stärkeren Gegner besiegt hatte.


Relativ früh unternahmen er und sein Vater eine Reise durch ganz Gileas. Auf dieser Reise lernte er mehr als er in seinem Heimatort je hätte lernen können. Es bildete sich jedoch auch eine Begabung heraus, das Heilen. Allerdings konnte er nur kleinere Verletzungen heilen, größere überforderten ihn. Die Energie für das Heilen nahm er auch nicht aus seinem Körper, sondern aus seiner Umgebung.


Nach vielen Jahren kehrten Shien und sein Vater zurück nach Mikaima, sein Vater ging wieder seiner alten Aufgabe nach. Bald bekam er eine interessante und talentierte Schülerin, sie war ehrgeizig und kam außerdem gerade aus Sheshuray, wo sie als Schwertsängerin ausgebildet wurde.Shiens Vater war der Meinung, dass sie neben den normalen Unterrichtsstunden noch zusätzliche nehmen sollte um sie besser fördern zu können. Shien erklärte sich bereit sich der Schülerin, ihr Name war Kashira Taingire, anzunehmen. Sie freundeten sich an und wurden nahezu unzertrennlich. Bald ging Kashira nach Mineon Lhay, Shien begleitete sie.
09.06.08, 16:16:16

Tamara

geändert von: Tamara - 10.06.08, 18:46:14

Ich bin dann wohl die Nächste: :)

Soldatin Tamara Maldoràn

Tamara kommt gebürtig aus Gileas und ist in der Südprovinz Thiuhé aufgewachsen.
Ihr Vater hat eine eigene Waffenschmiede in Shuke und ihre Mutter sorgte für sie und ihre zwei kleineren Geschwister.
Da die Schmiede sehr bekannt war, hatten sie genug Geld, um ein sorgenfreies Leben führen zu können.
Schon als sie ganz klein war half Tamara ihren Vater in der Schmiede und es zeigte sich, dass sie das Talent ihres Vaters geerbt hatte.
Mit 8 Jahren machte sie sich ihr erstes eigenes Schwert und übte heimlich mit ihm.
Als sie 10 war erwischte ihr Vater sie, wie sie trainierte.
Er erkannte jedoch ihre Fähigkeiten und schickte sie, da sie noch zu jung für eine richtige Ausbildung als Waffenmeisterin war, mit einem alten Bekannten und Freund auf eine längere Reise.
Mit 15 beherrschte sie unzählige Schwerttechniken und konnte sich zur Not auch ohne verteidigen.
Die Reise ging durch ganz Gileas von Mikaima bis Shay.
Sie lernte viele Menschen kennen und veränderte sich von einem schüchternen, freundlichen Mädchen in eine selbstbewusste und zielstrebige Frau.
Sie war im Gegensatz zu den anderen Bewohnern, sehr klein, knapp 1.69 Meter. Ihr Haar war dunkelblond und ihre Augen braun.
An ihren 16 Geburtstagen ging sie endlich in die Lehre als Waffenmeisterin und mauserte sich zu einer echten Kriegerin.
Sie war unglaublich begabt und hatte schon mit 20 alles abgeschlossen.
Um ihre Eltern zu überraschen ging sie zurück nach Hause, um sich zu verabschieden da sie ihre Dienste in der Schakalfestung anbieten wollte.
Doch als sie zuhause ankam musste sie feststellen, dass ihr Vater, der immer so viel Verständnis für sie gezeigt hatte, tot war.
Dies sorgte dafür, dass sie und ihre Mutter einen furchtbaren Streit hatten und Tamara ohne ein Wort von Zuhause wegging.
Sie schaffte es in der Festung aufgenommen zu werden und arbeitet schon seit ein Jahr dort.
09.06.08, 17:48:27

Gottfried

geändert von: Gottfried - 12.06.08, 13:27:28

Gottfried Kupfernagel

Eigentlich kennen nur wenige die wahre Geschichte, die ihn zu dem gemacht hat, was die meisten antreffen, wenn er ihnen begegnet. Er wird als senil und etwas seltsam, sogar als leicht verrückt empfunden, nur weil er gezeichnet ist, doch das hat seine Geschichte und jeder kann für sich entscheiden, ob es eine traurige ist oder eine interessante. Ehe man an ihn heran trat und ihn auf die Reise fern der Heimat schickte, um genau zu sagen nach Mitheldarien, lebte er auf einem Anwesen in der östlichen Provinz Mikion, wo er sich mit großem Feingefühl der Pferdezucht widmete, welche sehr bekannt für die ruhige, geduldige und treuen Tiere, sowohl für die Arbeit als auch das Reiten, ist. Um so seltsamer mutet es an, daß er als vier hufige Gefährtin eine graue struppige Gurre gewählt hat, die nur wenig gemein hat mit den anderen Pferden auf dem Anwesen. Neben den Pferden sind Kinder und Geschichten seine große Liebe, so war er oft von seinem Anwesen "Sigh Ne" los geritten von Dorf zu Dorf, hat sich auf kleine Plätze gesetzt und erzählte jedem, der Zuhören wollte, die Geschichte, die er gehört oder sogar selbst erlebt hatte.
Da stellt sich die Frage, woher er die Geschichten, Mythen und Sagen kennt, aber das läßt sich leicht erklären, doch dafür muß man in die Zeit zurück gehen, an die sich die Meisten nicht mehr erinnern, denn die es ist als wäre Gottfried schon immer als graubärtiger, faltiger, seniler alter Kerl mit seinem Stab durch die Ortschaften gewandert, jedoch war es mal anders und es sei auch erzählt.
Gottfried war nicht immer Gottfried, sondern Malachés, der Sohn eines Adeligen in Thiuhé, als dritter Sohn konnte er sich frei von vielen Pflichten, die schwer auf den Schultern seiner Brüder ruhten, sich dem Studium von Tieren, Menschen und Magie widmen, wie auch dem Reisen, dem er sehr gerne nach ging. Malachés schrieb kleine Berichte über die anderen Provinzen und Scheichtümer, aber auch Bücher über die Sagen in den Ländern, die außerhalb sind, denn er hat viele Völker besucht wie: Elfen, Zwerge und Trolle, diese aber eher unfreiwillig. Dinge wie die Handelssprache beherrschte er schnell und spricht sie schon seit so langer Zeit, daß sie sogar fast frei von jeglichem Akzent ist, auch einige Brocken Elfisch und Zwergisch konnte er sich aneignen. Gelegentlich dauerten seine Reisen auch zwei oder drei Jahre und auf genau so einer langen Reise fern seiner Heimat im dreißigstem Lebensjahr, als die Einsamkeit in sein Herz kroch, lernte er Efanka, eine Menschenfrau, kennen, die ihn in einem kleinem Dorf beherbergte, da es sonst niemand wollte. Ohne zögern folgte sie ihm, ohne Bedauern oder Bedenken, denn die fade Kleingeistigkeit ihres Dorfes bedrückte sie schon lange und an seiner Seite zu Reisen beflügelte sie, wie ein Jungvogel entfaltete sie ihre Flügel, als sie Stadt um Stadt, Land um Land bereisten. In einem Tempel baten beide, nach einem Jahr, um den Segen und so zogen sie als Ehepaar weiter und erforschten weiter die Welt, doch als er mit ihr an der Seite zu sein Elternhaus kam, war dieses nicht sehr erfreut und Tage lange Streitereien folgten. Die Ehe wurde nicht akzeptiert und das Kind, das bald geboren werden sollte, wurde als abartiger Bastard betrachtet, jedoch stellten seine älteren Brüder ihm Hoffnung in Aussicht, wenn Malachés schaffen würde, eine Ehe zu stiften mit einer Tochter von angemessenem Stand mit deren Familie man sich vor Jahren überworfen hatte. Mit den guten Wünschen seiner Frau und einigen Geschenken für die Brautfamilie zog er los und wie es zu erwarten war, dauerte es viele Wochen, um genau zu sein zwölf, bis er mit sehr viel Geschick schaffte eine Verlobung auszuhandeln, Mitgift und die Ansätze eines Ehevertrages. Voller Freude kehrte Malachés zurück, um nur eines fest zu stellen: er wurde verraten.
Efanka war, das fand er nach einigen Nachforschungen und schmerzhaften Tricks, sowie einiges Gold, heraus, nach Ubaa gebracht worden, unterwegs hatte sie eine kräftige schöne Tochter geboren, welche die Zofe der Frau seines ältesten Bruders, diese hatte Efanka begleitet, an ein kinderloses Kaufmannspaar verkauft. Die Qualen der Geburt waren rasch aus dem Gesicht gewichen, dafür hatte sich die liebevolle Schönheit einer Mutter dort breit gemacht und das wurde ihr zum Verhängnis, denn sie wurde in den Harem von Masma eingekauft. Fast schneller als die Winde ritt Malachés dort ins Scheichtum und versuchte seine Frau wieder zu bekommen, aber es gelang ihm nicht, was ihn in tiefe Verzweiflung stürzte, ebenso die Nachrichten, die er von einem bestochenem Eunuchen gelegentlich hörte, denn Efanka war ernsthaft erkrankt, vermutlich an ihrem gebrochenen Herzen und den Verlust des Kindes, denn man hatte ihr gesagt, daß es tot zur Welt gekommen war. Malachés stand oft auf dem Dach seiner Herberge, von dem er den Harem aus sehen konnte, doch es gab keine Fenster nach außen und nie konnte er sie sehen. Er konnte sich nicht vorstellen wie seine geliebte Efanka ein wandelnder Geist geworden war, zwar kümmerten sich kundige Heiler um sie, doch sie wurde nicht freigelassen, denn man glaubte, daß sie sich eines Tages fügen würde, aber das tat sie es nicht.
Es war in den ersten Stunden des zweiundvierzigsten Tages, selten war Malachés so früh auf, aber er blickte wie so oft zum Harem, dem verhaßten Gefängnis, und zu seinem höchsten Punkt, als er etwas blitzen da, in einer kühlen morgendlichen Brise, die zu selten waren, flatterten leichte Stoffe von zarter grüner Farbe, jene, die die ersten Sprößlinge haben, wenn sie aus dem Schnee brechen und so sehr er fürchtete was passieren würde, konnte er seinen Blick nicht abwenden: ein anmutiger zart grüner Vogel sprang in die Luft, endlich frei, um sich jedoch der Erde beugen zu müssen und hinab fiel. Ein Schatten hatte sich auf seine Seele und sein Herz gelegt, er brauchte nicht nachfragen, keine Bestätigung holen, weil er es wußte und hoffe aus seinen Tiefen heraus, daß sie ihn gesehen hatte, daß ihr Blick ihn eingefangen hatte, nicht den schnell näher kommenden Sand.
Seine Sachen packte Malachés mit bitterer Ruhe, aber vergeudete auch nicht wertvolle Zeit und machte sich auf den Weg zurück, denn im Scheichtum gab es nichts mehr von Interesse, sollten sie ihre Leiche haben, ihre Seele war nun frei. Ein kleiner zart grüner Vogel. Es war eine blutige Angelegenheit seine Tochter zurück zu holen, aber der Preis war ihm egal, auch wie der Riß, der durch sein Herz fuhr, als er in das kleine Gesicht sah, das dem Efankas glich. Das, was folgte ist einfach zusammen zu fassen, er meidet seither die Scheichtümer, weiß kaum ein gutes Wort über sie und ein Jahr zog er durch elfische Wälder, denn all die grünen Farben sprachen seine Worte der Qual und versprachen gleichzeitig Hoffnung, sprachen vom blühendem Leben, das siegt. An seiner Brust trug er bei Tag und bei Nacht seine kleine Tochter, überhäufte sie mit Zuneigung und Vorsicht, doch veränderte er sich zusehends, denn das lange Haar wurde schmutzig grau und die Gram fraß tiefe Falten in sein Gesicht, so daß er rasch die Züge eines Greises annahm und Malachés betonte es noch, in dem er sich nicht mehr rasierte. Nachdem er die Wälder verließ, um einige Weisheiten, ein halbes dutzend Pferde und etwas Magie reicher, traf er einen Zwergen, der ihn ein langes Stück des Weges begleitete, da Thrain Faßschläger, so hieß der Zwerg, nach Mikion unterwegs war, um nach irgendetwas Seltenem zu suchen, was er nie verriet. Bei langen Gesprächen in Gaststuben und an Feuern erzählte Malachés immer wieder Bruchteile seiner Geschichte und als sie das letzte Mal zusammen saßen, zollte Thrain ihm Respekt und wünschte ihm Schutz vor jeglicher Waffengewalt, doch zu seinem Wunsch setzte er noch eine Warnung, denn die Dunkelheit, die in Malachés gekrochen war, konnte ihn für viele Jahre vergiften. Beide Dinge fasste er kurz und greifbar in einen Namen zusammen: Gottfried Kupfernagel.
09.06.08, 17:49:11

Gottfried

Als sich die Wege der Freunde trennten, vergoß Gottfried seit langer Zeit das erste Mal einige Tränen, denn er kannte niemand, der etwas passenderes gesagt hatte über ihn und er versprach ein anderer zu werden. Die Adelskleidung legte er ab und tauschte sie gegen einfache ungefärbte, die bald grau und unansehnlich wurde, während seine Tochter wie eine Königstochter behandelt wurde. Von seinem restlichem Erbe kaufte er sich abgelegenes Land mit schönen Wiesen und einem Stück Wald, wo er ein Haus bauen ließ, sowie Ställe. Mit der Zeit kamen mehr Pferde hinzu, die Zucht wuchs an mit wunderbaren Resultaten und das kleine Brandzeichen mit dem, am Rande sei erwähnt, daß die meisten Leute lieber einen herab fliegenden Vogel darin sahen, als der kleine abstürzende Spatz, der er nun mal war. Gottfried arbeitete auch weiter an seiner Magie, während seine Tochter wuchs und ein kluges wie schönes Mädchen wurde, namens Hilda, das so viel heißt wie: „Kampf“. Diese erfuhr nie die wahre Geschichte, denn sie kennt nur die von Gottfried, welche erzählt, daß Efanka und Malachés bei einem Schiffsunglück zu Tode kamen und ihre Körper hätte das Meer gefressen, während er ihr Großvater ist und nie kam ein Zweifel auf. Das Mädchen wurde eine junge Frau und Gottfried schickte sie zu einem Zauberer in die Lehre, doch sie nutze all ihre Zeit, Wissen und Kraft dazu, die ein oder andere Tiergestalt an zu nehmen, so konnte sie endlich das tun, was sie wollte, gelegentlich Mäuschen spielen, jedoch kam sie so an Informationen, die bei den ursprünglichen Kennern Unmut auslösten und sie ihren Studienplatz verlor. Hilda kehrte auf das Land ihres vermeintlichen Großvaters zurück, der noch mehr wie vorher zurückgezogen lebte und einige seltsamen Angewohnheiten eines alten Mannes angenommen hatte, was sie auf die Einsamkeit zurück führte, denn diese unterbrach er nur selten für einige Ausflüge in die umliegende Dörfer und Städte, um Geschichten zu erzählen. In einer Nacht, als sie den alten sabbernden Großvater beobachtete, versprach sie bei ihm zu bleiben und immer auf ihn aufzupassen.
Wie bereits erwähnt, fand jemand heraus, daß er schon viele Reisen in ferne Länder gemacht hatte und er eigentlich nicht dumm ist, so wurde er entsandt, um Eindrücke zu sammeln, Berichte zu verfassen und Einschätzungen abzugeben.
13.06.08, 16:59:45

Sashin

geändert von: Sashin - 17.06.08, 11:30:28

Sashin Kalishûryan

In der Hauptstadt von Thihué geboren, Shuke, verbrachte Sashin eine relativ harmlose Kindheit. Seine Eltern waren weder besonders wohlhabend, noch nagten sie am Hungertuch. Schon früh entwickelte sich bei Sashin eine regelrechte Bewunderung für die Schwerttänzer und -sänger, und so beschloss er schon im Alter von 9 Jahren für sich, später einer von ihnen zu werden. Nach einer eher schwächlichen Schulausbildung reiste er, um seinem Lebenswunsch näher zu kommen, nach Sheshuray, um dort in die Lehre als Schwerttänzer zu gehen. Er hatte sich in den Jahren der Schule ausgiebig über die Kämpfer informiert und dabei auf die Schakalfestung Mineon Lhay gestoßen, der fortan sein ganzer Eifer gewidmet werden sollte. Guter Dinge zog er also in die Schwertstadt, um seine Ausbildung dort zu beginnen.

Doch bei der Aufnahmeprüfung versagte Sashin und fiel durch. Sein Selbstvertrauen war gebrochen, und er wagte es nicht, sich noch einmal der Aufnahmeprüfung zu stellen. Schuld an seinem Versagen war jedoch kein Fehler seinerseits, sondern seine körperliche Verfassung. Er war eher von großer, schlanker Statur und eigentlich auch recht wendig, und diese Vorteile brauchte ein Schwertkämpfer auch, doch war Sashin ein schwächlicher Mensch, dem auch ein Muskelaufbauprogramm nichts gebracht hätte. Sashin war körperlich schwach, und das würde sich auch zu seinen Lebzeiten nicht ändern; und daran scheiterte sein Lebenstraum.

Geknickt arbeitete er einige Jahre am Rande der Schwertstadt, verdiente dort sein Brot mit billigen Arbeiten und führte ein Leben zwischen Tür und Angel. Jedes Jahr versuchte er sich neu an der Aufnahmeprüfung, doch jedes Mal scheiterte er an seiner eigenen Schwäche. Mit der Zeit lernte er viel dazu, hier und da. Bei einer Aufnahmeprüfung, es dürfte die sechste gewesen sein, entdeckte einer der Prüfer sein Talent. Er nahm Sashin beiseite, der mittlerweile ein Alter von 23 Jahren erreicht hatte, und bot ihm an, eine Ausbildung als Schriftmeister in der Mineon Lhay zu beginnen. Tief in sich zerfressen handelte Sashin eine Bedenkzeit aus und überlegte in seiner behelfsmäßigen Wohnung lange. Sein Ziel war es immer gewesen, Schwerttänzer zu werden, doch auch in der sechsten Prüfung hatte es nicht funktioniert. Jetzt bekam er die Gelegenheit, nach Mineon Lhay zu gehen, was sein höchstes Ziel überhaupt war, jedoch nicht als Kämpfer, sondern als Schriftmeister. Am Ende überwog seine Sehnsucht nach Mineon Lhay, und er nahm das Angebot des Prüfers an.

So zog Sashin nach Mineon Lhay und begann seine Ausbildung als Schriftmeister. Schnell zeigte sich, dass er wie geschaffen für diesen Beruf war. Fremde Sprachen sog er auf wie ein Schwamm einen Eimer Wasser, und zudem zeigte er sich äußerst lernfähig für Magie. Bald schon stand er mit einigen anderen im Forschungskomitee für Oonenmagie und entwickelte neue Formen mit den höchsten Magiern der Festung.

Nun, im Alter von 28 Jahren, beherrscht Sashin die Handelssprache beinahe akzentfrei, zudem einige Oonen und drei verschiedene Schriften. Die ihm übergeordnete Juniorgenerälin Kayleyka Shenshahir entschied sich, ihn bei einer neuen Erkundungsmission mitzunehmen. Was Sashin nicht weiß - seine Beförderung zu den Stimmen der Schriftmeister hängt vom Erfolg der Mission ab.
18.06.08, 16:27:07

O´lewyn

geändert von: O´lewyn - 22.06.08, 14:17:18

Sakim an'Shehou – Schwertänzer der 5. Stufe

Sakim an'Shehou war gerade einmal im zarten Alter von drei Jahren, als seine Familie sich in den Kopf setzte, dass sie ihr Glück am Glasmeer versuchen mussten. Dafür gaben sie sogar ihr durchschnittlich gutes Leben in Shuke auf um ihr Glück zu versuchen. Doch es lief nicht alles so wie sie sich das vorgestellt hatten.

Auf ihrer Reise durch die Ödnis von Bharay gerieten sie in einen Sandsturm. Ohne einen wirklich qualifizierten Führer und nötige Ausrüstung war ihr Schicksal damit besiegelt. Sie kamen von ihrem Weg ab und verirrten sich hoffnungslos. Dabei wurde Sakim an'Shehou von seiner Familie getrennt. Nur einer Fügung des Schicksals verdankt er es, dass er überlebte. Er wurde von einem kleinen Trupp der Shalay Joray gefunden und aufgelesen. Da sie einen dreijährigen Jungen schwer als Sklaven verwenden konnten, gaben sie ihn zur Pflege in eine Nomadenfamilie, die ihn aufziehen sollte bis er fünf Jahre alt war. In den zwei Jahren behandelten sie ihn fast wie einen der ihren. Doch das sollte sich bald ändern. Sobald er sein fünftes Lebensjahr erreicht hatte, bekam er zu spüren, dass er nicht zu ihnen gehörte. Zum einen merkte man nun, dass er anders aussah als alle anderen und zum anderen musste er von nun an schuften. Sie ließen ihn die schwierigsten und zu Teil auch ekelerregendsten Aufgaben zukommen. So fristete er weitere fünf Jahre als Aussenseiter und Sklave. Er gehörte nicht zu ihnen, war aber auch kein wirklicher Fremder.

Im Alter von zehn Jahren, die Arbeiten hatten ihre Spuren an ihm hinterlassen, denn seine Haut war nun ebenso ledrig wie die der Anderen, war der Junge ein recht stattlicher, drahtiger Junge geworden. Größer als die Anderen aufgrund seiner Herkunft und muskulöser aufgrund der harten Arbeiten, aber doch recht ausgezehrt, fiel er bald aus dem üblichen Rahmen des Nomadenstammes heraus.
Als der Stamm dann eines Tages einer Gruppe von Schwerttänzern begegnete, die ihren Weg kreuzten, konnte Sakim an'Shehou an nichts anderes mehr denken. Er hatte einige Erzählungen über diese Leute gehört und wollte genauso wie sie werden. Er bat den Nomadenführer seine Schuld als getilgt anzusehen und ihn mit den Sängern ziehen zu lassen, welche er zuvor gefragt hatte ob sie ihn aufnehmen würden. Sakim an'Shehou hatte sich auf ellenlange Diskussionen eingestellt doch zu seinem Erstaunen wurde es ihm erlaubt. Strahlend vor Freude schloss sich der Junge den Schwerttänzern an und wurde der Schüler eines Schwertsängers auf Stufe fünf.

In den nächsten Zehn Jahren erwies sich der Junge Mann als recht lernfähig und gelangte im Alter von 19 Jahren nach harter Arbeit und viel Training auf den gleichen Rang wie sein Lehrmeister. Nun, da er die fünfte Stufe erreicht hatte, konnte sein Meister ihn nicht weiter lehren, also zog Sakim an'Shehou los um sich einen neuen Lehrmeister zu suchen.

Da er nie etwas von den Umständen erfahren hatte, durch die er zu den Nomaden gekommen war, wunderte er sich zu Anfang sehr, dass es ihn so sehr nach Gileas zog. Nach einer langen Reise zog es den jungen Mann nach Mineon Lhay, da er Gerüchte von den berühmten Schakalen gehört hatte und hoffte hier einen geeigneten Lehrmeister zu finden. Niemals hätte er sich träumen lassen, dass ihn eines Tages eine Frau lehren würde. Doch genau so kam es. Durch Zufall geriet er an Kashira Taingire, als er übermütig wie er war versuchte bei den Schakalen aufgenommen zu werden und natürlich abgelehnt wurde. Doch zu seinem großen Glück nahm Kashira Taingire ihn als ihre Schülerin an, obwohl das für sie etwas neues war, da sie in einer Schule unterrichtet worden war, doch sie akzeptierte die Art der Bahray zum Glück.

Als Kashira Taingire dann in den Spähtrupp nach Mitheldarien berufen wurde, blieb Sakim an'Shehou natürlich nichts anderes übrig als seiner Lehrmeisterin zu folgen.


Aussehen:

- 21 Jahre alt, (sieht allerdings älter aus. Die Sonne fordert ihren Tribut)
- 1,95 m groß,
- athletischer, muskulöser Körperbau,
- rot-blonde Haare, recht dreckiges blond,
- dunklere Haut, ledrig, (durch Sonneneinfluss)

Charakter:

- ruppig und direkt,
- manchmal aufbrausend,
- sehr temperamentvoll, aber höherrangigen Personen gegenüber immer respektvoll und unterwürfig. (Solange aus seiner Heimat)
- recht schweigsam,


So wie auf dem Bild ungefähr sieht Sakim in voller Kampfmontur aus.
Das Schwert trägt er allerdings immer auf dem Rücken bei
sich. (Auf dem Bild ist es etwas groß. Stellt es euch als
Langschwert vor. Etwas länger. Also am ehesten ein
Anderthalbhänder.)
Dateianhang (verkleinert):

 Exalted_Hatego_Haba_by_feuerkorn.jpg (30.96 KByte | 10 mal heruntergeladen | 309.63 KByte Traffic)

03.07.08, 21:41:11

Lenne

ich mach mal weiter ^.~

Shihé al'Nyithil

Sie stammt aus Sofanù im Nordwesten Bharays. Von ihrem Vater, einem Karawanenführer, hat sie wahrscheinlich ihre Freude am Reisen geerbt... Schon als Kind hatte sie bereits mehr vom Land gesehen als so manch anderer Bewohner Bharays, und von den Menschen, die sie getroffen hat, lernte sie die verschiedensten Dinge. Doch mit fortschreitendem Alter entdeckte sie immermehr ihre Leidenschaft für den Schwerttanz, eine für Frauen eigentlich verpönte Kunst.
Auch die geringschätzigen Blicke der anderen konnten sie nicht aufhalten. Mit 13 Jahren verließ sie die Karawane ihres Vaters, um jemanden zu finden, der sie unterrichten würde. Dass dies gar nicht so einfach sein würde, hatte sie nicht gedacht. Mehr als zwei Jahre verbrachte sie auf ihrer Suche, musste Spott und Hohn einstecken, wo immer sie war, ehe sie in Gileas auf Kayleyka Shenshahir traf, die sich ihrer annahm und sie zu ihrem Lehrling machte. Diese Zeit hat sie zu einem sehr harten, zähen Charakter voller Durchsetzungsvermögen gemacht.
Sie arbeitet und lernt hart und hat inzwischen immerhin die zweite Stufe ihrer Ausbildung erreicht. Als ihre Meisterin Teil des Kundschafter-Trupps wurde, hielt man sie eigentlich noch für zu unausgebildet, um ihrer Meisterin zu folgen, und ließ sie in der Schakalfestung, ihrem neuen Heim, zurück.
Doch auch hier half Shihé ihr Durchsetzungsvermögen: Als ein Bote für eine Nachricht an die Kundschafter gesucht wurde, konnte sie die Generäle mit ihrem Wissen überzeugen und ist nun ebenfalls zu dem bereits entsendeten Trupp gestoßen. Mit ihren inzwischen 17 Jahren ist sie das jüngste Mitglied der Gruppe.
 
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