30.04.09, 01:27:45
Grigan
geändert von: Grigan - 01.05.09, 22:18:33
So,
da ich sowas bisher hier auch noch nicht gefunden habe, habe ich mich mal hingesetzt und eine Abhandlung über Nekromantie geschrieben, wie man sie spielen könnte. Ich betone KÖNNTE, denn ich wäre sehr verbunden, dass alle Verbesserungsvorschläge SOFORT angebracht und diskutiert werden. ;)
Also:
Nekromantie
Das Wort Nekromantie leitet sich aus dem altgriechischen ab.
Nekros – Leiche und Mantis – Weissager
Ein anderer Begriff für Nekromantie ist Totenbeschwörung.
Die Nekromantie wird von den meisten als die Kunst angesehen Tote wieder zum Leben zu
erwecken, als eine Art Zombie.
Allerdings ist die Nekromantie sehr viel mehr als das und hat mehrere verschiedene Unterarten, die
sich Scyomantie, Nekyomantie oder Totenmagie nennt.
Scyomantie
Die Scyomantie ermächtigt ihren Nutzer dazu, Geister und Seelen aus dem Reich der Toten
anzurufen, zu beschwören, zu binden oder auch zu beherrschen und zu kontrollieren. Andersherum
kann er diese Geister auch wieder zurück in die Unterwelt bannen.
Sie ermöglicht es ihm diesen Informationen über Personen, Umstände und sogar sie Zukunft zu
entlocken.
Er kann die Geister und Seelen als Spione einsetzen, mit ihnen reden, sie kontrollieren oder auch
bei Bedarf quälen, foltern oder auch gänzlich und für alle Ewigkeit vernichten. Die Geister und
Seelen sind auch in der Lage andere Wesen zu schwächen oder diese erkranken zu lassen, bei
Bedarf des Nekromanten. Diese Geister und Seelen, können entweder in ihrer Gestalt erscheinen,
die sie zu Lebzeiten hatte, aber auch in den Gestalten, die der Nekromant ihnen aufzwingt.
Ursrprünglich erscheinen diese Seelen als leuchtende Lichtbälle, mit einem schwarzen Kern, der
den Einfluss des Nekromanten und ihr Bindung an diesen symbolisiert.
Scyomantie ermöglicht es dem Nekromanten auch Geister oder Seelen an oder in Gegenstände zu
binden, sie darin einzusperren und gefangen zu halten, bis es ihm beliebt sie heraufzubeschwören.
Wichtig zu erwähnen ist, dass Geister und Seelen, keinen Körper, keine feste Gestalt haben. Sie
können keinen körperlichen Schaden anrichten, nur seelischen, geistigen, können somit aber auch
nicht auf physicher Ebene angegriffen oder verletzt werden.
Nekyomantie
Unter Nekyomantie versteht man die Kunst einem toten Körper wieder Leben einzuhauchen und
somit auferstehen zu lassen. Diese nennt man im allgemeinen Wiedergänger und man unterscheidet
drei verschiedene Arten.
Als erstes gibt es da das Skelett. Das Skelett hat keinerlei eigene Züge oder Willen. Es gehorcht
seinem Meister aufs Wort und führt alle seine Befehle aus. Es kann zwar selbstständig in einem
Kampf handeln, aber nicht zum beispiel selbstständig angreifen. Allerdings würde es seinen Meister
jederzeit beschützen wenn es nötig ist und auch für diesen vergehen. Da Skelette weder Haut,
Fleisch, Sehnen, Muskeln, noch sonst etwas organisches an sich haben, werden sie natürlich
gänzlich durch den Willen des Nekromanten gesteuert und bewegt. Je mächtiger der Nekromant,
desto weniger die benötigte Willenskraft.
Des weiteren gibt es den Zombie. Im Gegensatz zu gängigen Meinungen ist ein Zobie kein
willenloses Monster, das komisch umherwankt. Viel eher ist es ein genauer Wiedergänger des
verstorbenen. Das bedeutet, er sieht aus, spricht, bewegt sich und handelt auch wie der Verstorbene.
Allerdings ist dieser Zombie ebenfalls an den Nekromanten gebunden, wobei einen Zombie zu
erschaffen der dem Verstorbenen in jeglicher Form gleicht, sozusagen den Verstorbenen gänzlich
wiederzubeleben, die höchste Form der Nekyomantie und somit die bei weitem komplizierteste ist.
Diese Zombies haben auch ihren eigenen Willen und sind somit schwer zu beherrschen.
Die meisten Nekromanten erschaffen deshalb lieber Ghoule. Diese können ebenfalls ein exaktes
Abbild des Verstorbenen sein, aus Fleisch und Blut, allerdings sind Ghoule leere Hüllen, ohne
eigenen Willen und ohne eigene Gedanken. Sie tun genau das was ihnen ihr Meister einsagt.
Dabei können sie sich durchaus so bewegen wie ein normaler Lebender und auch so aussehen, aber meist
haben sie einen starren Blick und wenn sie reden klingt es abgehackt und unnormal, da es Worte
sind die der Meister ihnen eingibt. Spricht der Meister allerdings durch eine mentale Verbindung
direkt durch den Ghoul, so kann dieser auch vollkommen normal reden.
Jede dieser drei Wiedergänger Arten hat seinen Vorteil und seinen Nachteil.
Ein Skelett ist ein guter Kämpfer, allerdings sehr auffällig, jedoch völligst seinem Meister ergeben.
Ein Zombie ist weniger auffällig, allerdings schwer zu erschaffen und zu kontrollieren.
Ein Ghoul ist eher weniger ein guter Kämpfer, aber dafür wenn er gut kontrolliert und gelenkt wird
unauffällig und kann gut für Informationsgewinnung und Spionage eingesetzt werden. Darüber
hinaus ist ein Ghoul leicht zu kontrollieren und völligst seinem Meister ergeben. Hin und wieder
auch für fiese Streiche und Scherze, die sich Nekromanten gerne mal erlauben. ;)
Alle diese Formen von Wiedergängern sind mehr odr weniger an ihren Beschwörer gebunden,
genau wie Geister und Seelen auch.
Totenmagie
Zur Totenmagie zählt man gewisse magische Fähigkeiten, die ein Nekromant besitzt.
Hierzu zählen:
- die Fähigkeit, jederzeit ins Jenseits, dem Reich der Toten zu reisen und wieder zurück,
- die Fähigkeit die Stimmen der Toten im Jenseits zu vernehmen, wenn er sich darauf konzentriert,
sowie die Fähigkeit, jene umherirrenden Seelen in der Welt der Lebenden zu vernehmen und zu spüren, die noch nicht ins Jenseits eingegangen sind,
- die Fähigkeit Bannkreise für Geister und Seelen zu beschwören in denen er diese festhalten, beeinflussen und foltern, sowie vernichten kann,
- die Fähigkeit Flüche zu verhängen, die auch über mehrere Generationen gehen, die Verfluchte erkranken lassen, in den Wahnsinn treiben oder ähnliches,
- die Fähigkeit mit Hilfe von Seelen Lebende zu verwirren, zu quälen, erkranken zu lassen,
- die Fähigkeit lebendigen Dingen und Lebewesen Lebenskraft zu entziehen um sich selbst zu verjüngen, zu stärken oder den Verfall eines Toten Körpers zu verhindern,
- die Fähigkeit durch die Augen seiner Seelen, Geister oder Wiedergänger zu sehen und durch deren Augen zu hören (Distanz je nach Fähigkeitsgrad)
Ein Nekromant ist eine Form von Magier, demnach kann er grundsätzliche Kleinigkeiten der Magie
ebenfalls erlernen, doch das fällt ihm recht schwer. Dazu zählen: Gedankensprache, (welche leichter
fällt da er mit seinen Geistern, Seelen, Zombies, Ghoulen und Skeletten zumeist auf geistiger Ebene
kommuniziert) Schweben, einfache Schutzzauber wie barrieren und Mauern, u.ä..
Die oben genannten Fähigkeiten sind eine allgemeine Zusammenfassung. Das bedeutet, dass es hier
und da noch ein paar Dinge gibt die durchaus auch noch in den Fähigkeitsbereich eines
Nekromanten fallen, vor allem wenn er fortgeschritten ist auf seinem Gebiet.
Auch besitzt ein frischgebackener Nekromant natürlich nicht alle Fähigkeiten, die aufgeführt
wurden. Sie entwickeln sich nach und nach, er muss sie lernen, erproben und natürlich auch üben. Dafür braucht er sehr lange. Zauber, Beschwörungen oder Flüche, die beispielsweise einen Gegner extrem schwächen und ihn nicht nur ein wenig kränkeln lassen, der entzug von Lebensenergie oder ähnlichem, sowie Beschwörungen mehrerer Skelette, Ghoule oder sogar großen Mengen an Geistern und Seelen, erfordert lange und gute Ausbildungszeit und natürlich auch ein höheres Maß an Können, Erfahrung und magischem Geschick.
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Natürlich hat die Nekromantie nicht nur seine Vorteile, sondern auch sehr starke Nachteile.
Diese beinhalten, dass der Nekromant sehr an körperlicher Kraft einbüßt. Er magert ab, seine
Muskulatur ist nicht unbedingt mehr die stärkste und sein Körper ist allgemein geschwächt. Er sieht
dauerhaft ausgezehrt aus und hat auch sehr viel mehr mit Gebrechen zu kämpfen als normale Leute.
Darüber hinaus will die Nekromantie natürlich seinen Preis haben. Dieser Preis ist natürlich Blut,
was auch sonst? Der universelle Lebenssaft. Jede Beschwörung, jede anrufung und auch ein paar
Fähigkeiten der Totenmagie benötigen Blut.
Und zwar gibt es da zwei Möglichkeiten: Entweder das Blut des Nekromanten selbst, wobei dieses, zumeist,
in eher geringen Massen benötigt wird. Zu Beginn noch mehr,
vor allem wenn man sich an größere Beschwörungen und Zauber
wagt. Mit der Zeit wird das nur noch in Tropfen gezählt und
die gängisten Rituale benötigen zumeist nur einen oder zwei
Tropfen. Doch da ein Nekromant körperlich ohnehin
geschwächt ist und sehr viel länger braucht sein Blut
'nachzuproduzieren' kann ihm auch das an die Nieren gehen.
Starke Zauber, Beschwörungen und Flüche, mit großen oder
ausgedehnten Auswirkungen benötigen somit mehr Blut und
schwächen den Nekromanten dementsprechend. Dabei kommt es
immer sehr stark auf die Macht der Anwendung an.
Die zweite Möglichkeit ist das Blut anderer. Doch hierbei ist das Problem, dass man viel Blut,
manchmal Unmengen an Blut benötigt, je nachdem natürlich was man zu beschwören, anzurufen oder zu zaubern versucht.
Dritter Nachteil ist, dass ein Nekromant früher oder später immer dem Wahnsinn verfällt. Zwar
nicht unbedingt so, dass er zu einem sabbernden Idioten wird, aber doch so, dass er sinnloses
Morden beginnt, sehr gefährliche Experimente durchführt, sich wochenlang verkriecht, lauthals mit
unsichtbaren diskutiert oder ähnliches. Wahnsinn halt.
Verwandte Magiefelder
Es gibt Magiefelder, derer sich Nekromanten durchaus gerne noch nebenher bedienen und die sie
durch ihre Nekromantie relativ leicht erlernen können.
Dazu zählen:
- Dämonologie
- Wahrsagen
- Geist und Illusion