19.06.09, 12:01:37
Ruka
geändert von: Ruka - 05.02.10, 16:34:43
Cynthia ist die Tochter von Ruka und Shaitan. Beide verschwanden, als sie noch ganz klein war, sodass sie sich selber irgendwie durchschlagen musste. Bevor ihre Mutter verschwand, hat sie ihr viel von ihrem Vater erzählt und Cynthia träumte davon, ihn irgendwann kennen zu lernen. Denn es war nicht sicher, ob er tot war. Wann immer das kleine Mädchen ihre Mutter nach Shaitan fragte hieß es, dass er einfach so verschwunden war, ohne etwas zu sagen oder eine Nachricht zu hinterlassen. So wusste auch Ruka nicht, ob Shaitan noch lebte.
Eines Abends konnte Cynthia mal wieder nicht schlafen. Ihr Schlafrythmus war wieso nicht gerade der beste, da ihre Mutter eigentlich fast immer nachts wach war und am Tage lieber schlief. So war Cynthia meistens auch in der Nacht auf und half ihrer Mutter im Haushalt. Aber da Ruka Cynthia wie ein normales Mädchen aufziehen wollte, schickte sie ihre Tochter gerne auch mal am Abend ins Bett um es ihr zu ermöglichen, tagsüber zu spielen und draußen zu lernen. Bei schlechten Tagen kam Ruka sogar mit nach draußen. Allerdings nicht in der Stadt, sondern immer in abgelegenen Gebieten. Sie sah kaum jemand anderen als ihre Mutter und wenn, dann nur von Weiten.
Doch seit diesen einen Abend war ihr Leben anders.
Denn als sie verschlafen aus ihrem Zimmer kam und zu ihrer Mutter gehen wollte, fand sie diese nicht. Das war nicht Ungewöhnlich. Meistens war Ruka zu dieser Zeit immer außer Haus. So wollte Cynthia auf dem Sofa warten. Meistens kam ihre Mutter ja bald wieder. Lange alleine ließ sie ihre Tochter nämlich nie.
Aber die Stunden vergingen und in der Morgendämmerung war Cyn eingeschlafen. Auch als sie aufwachte, war kein Zeichen dafür zu sehen, dass ihre Mutter in der Zwischenzeit da gewesen war. Langsam machte sich Cyn doch Sorgen, aber ihre Mutter hatte ihr eingeschärft, dass sie das Haus nur in ihrer Begleitung verlassen soll.
So blieb sie – wie besorgt sie auch war – im Haus und wartete auf ihre Mutter. Doch Ruka kam am folgenden Tag und auch in der Nacht nicht nach Hause. Und eine Nachricht hatte sie auch nicht hinterlassen. Cynthia hatte das ganze Haus abgesucht, aber keine Nachricht gefunden.
Voller Angst wartete sie noch ein paar Tage, alleine in dem großen Haus, bis sie sicher war, dass ihre Mutter nicht zurück kam. Eine Woche war vergangen und Ruka war nicht wieder aufgetaucht. Und Cynthia hatte alle Vorräte im Haus aufgebraucht. Sie hatte Hunger und brauchte dringend etwas anderes zu sehen als sie Wände in dem Haus.
Sie ging das erste Mal alleine nach draußen. Aus der Schatzkammer hatte sie etwas Geld geklaut und damit kaufte sie Lebensmittel ein. Nur der Händler sah das kleine Mädchen mit den orangenen Haaren. Denn danach ging sie sofort wieder zurück in das Haus. Die Vorräte würden für eine weitere Woche halten. Wenn danach ihre Mutter nicht wieder kam, würde sie sich etwas überlegen müssen.
In ihrer Verzweiflung – die Langeweile trug auch dazu bei – stöberte sie durch die privaten Sachen ihrer Mutter und stieß auf ein paar Sachen, die sie noch nie gesehen hatte. Und sie waren gefährlich. Erst traute sich Cynthia nicht noch einmal an die Sachen heran, dann aber weckte diese Gegenstände ihr Interesse. In ein paar Aufzeichnungen erfuhr sie endlich, was das alles war. Die Sachen hatten ihren Vater gehört. Ruka hatte sie aufbewahrt! Sie konnte endlich mehr über ihren Vater herausfinden.
Mit Eifer stürzte sie sich auf die wenigen Sachen und befasste sich so, ohne dass sie es überhaupt einmal mitbekam, mit der Nekromantie. Und dann interessierte sie das Gelesene zu sehr um mit dem Thema aufzuhören. Allerdings hatte sie nicht viele Aufzeichnungen und auch in der Praxis fehlte es an einigem. Doch bis jetzt war sie zufrieden damit.
Ihre Mutter kam nicht wieder zurück, sodass Cynthia, obwohl kaum alt genug, um auf sich selbst aufzupassen – sie war gerade einmal 12 geworden – begann, für sich selbst zu sorgen.
Sie machte den Haushalt alleine, putzte, holte sich Nahrung von dem Geld, was noch in der Schatzkammer war und schlug sich selber durch. Und immer, wenn sie abends Langeweile hatte, nutzte sie die Gelegenheiten um in den alten Aufzeichnungen zu stöbern, die sie bei ihrer Mutter gefunden hatte.
Denn ihr großer Traum war es nun eine gute Nekromantin zu werden und ihre Eltern wieder zu finden. Obwohl das zweite in den Hintergrund gerutscht war. Denn wenn Ruka in den vielen Wochen noch nicht alleine zurück gekommen war, würde sie wohl nicht mehr da sein und Shaitan hatte sie wieso noch nie kennen gelernt. Sie wusste ja noch nicht einmal wie er aussah. Denn er hatte ja noch nicht einmal ihre Geburt mit erlebt.
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Cynthia ist inzwischen 12 Jahre alt und hat sich ein wenig mit den Aufzeichnungen ihres Vaters beschäftigt. In der Stadt ist sie erst an Shade geraten, der ihr, nach einem Handel, einen Teil ihrer Lebensenergie genommen hat, sodass sie nun so aussieht, als wäre sie schon 18 und nicht 12.
Auch hat sie Lunares getroffen, der sie als Schülerin angenommen hat und sie nun die Nekromantie lehrt.
Nachdem er sie nicht mehr unterrichtet, studiert sie seit ein paar Jahren auch alleine weiter.