Der Weihnachtsmann

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22.12.09, 20:58:37

Zabanja

Der Weihnachtsmann, - wir wissen es, -
Hat Hochsaison und ist im Stress.
Im Marketing nun voll im Trend
und in den Medien sehr präsent,
erstrahlt sein Image wie ein Stern.
Alle Welt mag ihn jetzt gern.
Ein ganzes Land wünscht sich ‚nur Frieden‘!
Hingegen Andere, denen er beschieden
wollen Steuersenkung und Reform.
„Ich an der Spitze, wär‘ enorm!“
„Laß mich gewinnen, Weihnachtsmann!“
So hören sich die Wünsche an.
„Mach dass ich keinen Hunger habe!“,
fleht in Afghanistan ein Knabe.
„Torten, mit denen man abspecken kann!“,
fordert ein anderer junger Mann.
„Bring‘ mir diesen süßen Hund!“
„Mach meinen Vater rasch gesund!“
Global gesehen vielleicht nichtig,
sind seine Wünsche jedem wichtig.
Weltweit wird massenhaft geordert.
Die Ein-Mann-Organisation ist überfordert.
Doch als moderner Businessmann
ruft er Kammer und Gewerkschaft an.
Man verhandelt, konferiert, vertagt ...
da jeder seine Meinung sagt.
Verfasst am Schluss ein Protokoll,
hält schriftlich fest was ‚Ist‘, was ‚Soll‘.
Über des Weihnachtsmannes Pflicht
einigt man sich trotzdem nicht.
Letztlich bemerkt man nebenbei:
‚Weihnachten ist längst vorbei‘!
Das ist imagemäßig nicht angenehm,
technisch gesehen jedoch bequem.
Obwohl man sich auf ihn nicht verlassen kann, - wir mögen ihn, den Weihnachtsmann!
Das macht die jahrelange Bindung,
obwohl wir wissen, - er ist bloß Erfindung

Nicht von mir, aber Autor (mir) unbekannt


 
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