Es ist später Abend in Mitheldarien, das geschäftige Treiben auf den Straßen lässt langsam nach, aus den Häusern dringen Lichter in die Freiheit.
Nur vor der Taverne zum grüßen Drachen scheint die Nacht noch nicht eingekehrt zu sein, denn dort gehen die Leute ein und aus als wäre es früher Nachmittag. Dies ist jedoch keine Besonderheit, denn die Taverne zum grüßen Drachen ist eine sehr beliebte Gaststätte, und die Stammgäste beteuern immer wieder, dass dort das beste Ale gezapft wird.
Doch auch dort kehrt langsam Ruhe ein, mit voranschreitender Uhrzeit wird es immer ruhiger und ruhiger.
Inzwischen hat die Turmuhr 3 geschlagen, und man hört nichts mehr in den Straßen, bis auf das Gurren der Tauben.
Dann zerreisst Pferdegetrappel die nächtliche Ruhe.
Und dort, am Ende der langen Straße taucht eine Silhouette auf, die sich geradewegs auf die Taverne zubewegt. Langsam erkennt man ein prächtiges Schlachtross mit einem jedoch unscheinbaren Reiter.
Viel zu erkennen ist nicht von diesem, denn er trägt eine braune, ins Gesicht gezogene Kutte, welche keinen Blick auf seinen Kopf erlaubt.
Der Reiter stoppt vor der Taverne und steigt von seinem Pferd. Sein Schlachtross bindet er an einer dafür vorgesehenen Stelle fest und schlägt dann die Kapuze zurück.
Ein dunkles Gesicht blickt aus tiefen, braunen Augen welches anscheinend morgenländischen Ursprunges ist. Seine langen Haare reichen bis in die Kutte hinein, es scheint jedoch, als würde etwas darunter verborgen liegen. Und tatsächlich, er greift in seinen Haarschopf und zieht ein langes Bastardschwert hervor. Viele Schlachten hat es schon geschlagen, lässt die schartige Klinge vermuten.
Das Waffe hängt er in einen Gurt am Pferd ein, Angst vor einem Diebstahl scheint er offensichtlich nicht zu haben.
Dann greift er zuerst in seinen linken, dann in seinen rechten Ärmel und zieht je einen Dolch hervor. Er streicht über die Klinge und spricht mit dunkler Stimme etwas in Arabisch aus. Die Dolche verstaut er in den Satteltaschen des Schlachtrosses und blickt sich nocheinmal um. Dann betritt er endlich die Taverne.
Gades ist ein hochgewachsener Halbelf, aufgewachsen im Südosten der Lande. Seine Ahnen waren morgenländischen Ursprungs, der Vater ein Elf, die Mutter ein Mensch.Dies macht sich durch seine dunkle Haut und seine tiefe Stimme bemerkbar. Er spricht jedoch auch fließend Elbisch und die Amtssprache Mitheldariens. Unterwegs ist er meist mit seinem Schlachtross Jheta, bekleidet mit einer Kutte. Auf Rüstungen legt er einen geringen Wert, er trägt lediglich ein Kettenhemd unter der Kutte. Eine Rüstung ist jedoch auch meistens unnütz, da er sehr gewandt ist und den meisten Angriffen auf sich ohne Probleme ausweichen kann. Im Normalfall verlässt er sich auf sein Kurzschwert, was jedoch sein Pferd trägt, oder seine Zwei Dolche Khi und Qha. Für Extremfälle ist er außerdem mit einem schweren Bastardschwert bewaffnet.
Was sehr auffallend an ihm ist, ist seine Tollpatschigkeit. Andauernd stolpert er über Wurzeln, fällt über Tische oder läuft an Tüben. Außerdem ist er recht chaotisch, was er alles in seinen Satteltaschen mit sich für.t, weiss oft nicht mal er selbst. Des weiteren wird ihm ein Alkoholproblem nachgesagt.
Böse Zungen behaupten, er würde oft seltsame Rituale vollziehen und einen Groll gegen die Religion hegen, ja er würde sogar dem Herrn der Unterwelt folgen.