Der Orden der heiligen Macht

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22.06.05, 17:54:27

Der Orden der heiligen Macht
Band 1 Konzentration des Bösen

Kapitel 1: Der alte Mann

Im Land Gregahn im Jahre 267 nach Kasir, dem Völkerbefreier, gab es an der Westgrenze in der Bergregion in einem kleinen Dorf, namens Han, einen 13 jährigen Jungen dessen Name war Celion .Es war Sonntag der 13.Juni. Celion schlief noch tief und fest in seinem Bett im Haus seiner Mutter und ahnte noch nicht, dass das Schicksal wahrlich Großes mit ihm vorhatte. Celions schulterlanges blondes Haar war zusammengebunden, damit es ihm nicht im Schlaf stört. Obwohl Celion gerade mal 1,60 m groß war, war das Bett zu klein für ihn, sodass vorne am Bett noch ein Stuhl für seine Füße war. Sein Zimmer war auch sehr klein. Es passten gerade mal das Bett, ein alter Schreibtisch aus Eichenholz, drei Stühle und ein Schrank rein. Celions Familie stammte aus ärmlichen Verhältnissen, sodass sie sich nie viel leisten konnten. Trotz alledem konnten sie sich in all den Jahren eine kleine Ziegenherde, die sie gut ernährte und ein kleines Stück Wald, das sie mit Feuerholz versorgte erwirtschaften. Celion hatte jeden Tag ordentlich schwer zu schuften, um sich und seine Mutter mit dem Nötigsten versorgen zu können. Seine Mutter war eine sehr fleißige und gewissenhafte Frau. Sie machte sich nichts aus Kleidern oder anderen Luxus, ihre Lieblingsbeschäftigung war es zu Arbeiten. Sie machte Kleidung aus Ziegenfell, molk die Ziegen, schlachtete Ziegen wenn sie zuviel davon haben und hackte auch ab und zu das Holz. Celion fütterte die Herde, hackte hauptsächlich Holz und brachte die schweren Waren immer zum Markt. Heute aber hatte er frei, weil seine Mutter ihm in jeder Woche einen Tag ruhe gönnte. Celion genoss diese Tage und machte das was er liebsten machte faulenzen. An diesem Tage hatte er schon 17 Stunden geschlafen und hätte die Sonne nicht so stark durch das Fenster auf sein Gesicht geschienen, hätte er noch weiter geschlafen. Seine Wimpern zuckten von dem starken Licht und plötzlich schlug er seine braunen Augen auf. Hmm hab ich gut geschlafen! Wie spät ist es eigentlich? Celion sah aus dem Fenster neben seinen Bett und erschrak. Die Sonne steht ja schon hoch oben. Es müsste schon Nachmittag sein. Ich muss mich schnell anziehen, wenn ich es noch rechtzeitig schaffen möchte. Mit einem Schwung sprang Celion aus dem Bett. Celion öffnete seinen Schrank in der linken Ecke seines Zimmers nahm seine braun-rote Hose und seinen gelben Pullover raus und zog sie sich an. Nachdem er angezogen war, öffnete er geschwind die Tür von seinem Zimmer und ohne sein Bett zu machen rannte er die Treppe runter, um zur Küche zu gelangen. Die Küche bestand aus einem kleinen runden Tisch einen Ofen zwei Stühlen einer kleinen Theke und ein paar Schränken, wo die Nahrungsmittel und Geschirr aufbewahrt waren. Wie jeden Morgen, hatte seine Mutter schon das Essen für Celion auf den Tisch gestellt und war gerade dabei draußen die Ziegen zu füttern. Celion setzte sich an den Tisch, frühstückte etwas Brot mit Käse und ein Glas frisch gemelkter Ziegenmilch und ging dann raus um sich von seiner Mutter zu verabschieden: Auf Wiedersehen Mama, ich gehe in den Wald zum alten Mann., sagte Celion, während er an seiner Mutter vorbei lief und sich auf den Pfad zum Wald aufmachte. Auf Wiedersehen mein Schatz. Bei Sonnenuntergang gibt es Essen. Wage es bloß nicht zu spät nach Hause zu kommen, okay?, rief seine Mutter ihm mit einer äußerst kräftigen Stimme zu, während sie zusah, wie sich ihr kleiner Sprössling immer mehr von ihr entfernte. Er stoppte. Drehte sich zu ihr um und rief ihr laut zu Ich werde darauf achten. Mach dir
keine Sorgen, und ging dann auf den Wald zu. Der Wald war nicht weit von Dorf entfernt. Celion konnte schon die ersten Baumwipfel. Mit einer unbändigen Freude näherte er sich Schritt für Schritt den Wald. Der Weg war nicht oft benutzt worden, weil die Händler lieber den Weg nach Süden nahmen zu den etwas größeren Städten, deswegen war schon Gras darüber gewachsen. Celion fand diesen Weg wunderbar zum Nachdenken doch er ging auch aus einen anderen Grund diesen weg. Wie er schon zu seiner Mutter sagte, wollte er zu einer alten Hütte mitten im Wald. Dort wohnte ein alter Mann. Dieser Mann war schon seit Jahren als Geschichtenerzähler im Dorf bekannt. Jeden Samstag ging Celion zu der Hütte, denn der alte Mann war nur an diesem Tag anwesend. Was er den Rest der Woche machte, war niemanden bekannt. Das fand Celion an ihn so geheimnisvoll und interessant. Celion gefiel die Art und Weise wie der alte Mann die Geschichten erzählte sehr. Sie waren so voller Spannung, poethischen Versen und gekonnter Betonung. Der Weg zu der Hütte war ganz einfach. Man ging den Pfad entlang bis man eine riesige Eiche sah. Das wären ungefähr 5 Kilometer bis dahin und dort war eine Weggabelung. Rechts ging es in das Nachbardorf Lut. Links kam man zu der Hütte vom alten Mann. Celion brauchte für den ganzen Weg zwei Stunden, wenn er sich beeilte, sonst bräuchte er eine halbe Stunde länger. Celion mochte den Arestorwald. Er war ganz und gar von seiner Schönheit befangen. Es war dort immer so friedlich und man konnte hier gut über alles nachdenken. Man sieht oft Tiere wie Rehe, Kaninchen oder Eichhörnchen. Die Eichhörnchen hatte er ganz besonders gern. Denn sie waren zutraulicher als die anderen Tiere. Manchmal brachte er Nüsse vorbei und die Eichhörnchen nahmen sie aus seiner Hand und fraßen sie auf der Stelle oder liefen zu ihrem Versteck im Baum. Hier im Wald gefiel es ihm wirklich besser. Für ihn war das Dorf viel zu unangenehm, weil dort über achthundert Menschen leben. Die meisten von ihnen sind Holzfäller, die den Wald abholzten, um mehr Platz für ihre Siedlungen zu schaffen. Deswegen hasste er sein Dorf, welches oft auch Holzfällerdorf genannt wurde. Celion würde lieber allein mit seiner Mutter und mit seinen Vater leben. Aber leider war sein Vater Soldat und wohnt weit weg in der Stadt Kasirum, die an der Ostgrenze des Landes liegt.“ Warum gibt es eigentlich Soldaten in diesen Land?“, fragte sich Celion. „Ich weiß eigentlich überhaupt keinen Grund warum wir Soldaten
haben müssten. Wir haben doch Frieden mit allen anderen
Völkern geschlossen.“ Das wusste Celion aus der Schule. Nur noch 2 Jahre und er würde mit der ganzen Lernerei fertig sein. Als er an der Hütte ankam, saß der alte Mann schon am Feuer, Kaffee aufkochen. Der alte Mann hatte einen weiten purpurroten Mantel an. Dazu Stiefel, die so schwarz waren wie die Nacht. Er trug eine kleine Brille mit runden Gläsern und ohne Bügel und er hatte schwarze Haare, die sich sichtlich schon etwas grau färbten. Hallo alter Mann, wie geht´s ihnen, fragte ihn Celion höflich. Mit einer eindrucksvollen rauen Stimme antwortete der alte Mann, Mir geht es gut. Bin bloß etwas müde. Ich bin nämlich gerade erst Zuhause angekommen. Der Alte nahm einen kräftigen Schluck von seinen aufgekochten Kaffee. “Ahh, nichts ist besser, als selbstgemachter Kaffee., sagte er mit wesentlicher klarerer Stimme. Nun sah er zu Celion und fragte: So, was willst du denn für eine Geschichte hören? Celion antwortete: Ich möchte gerne eine Heldengeschichte hören. Der alte Mann sah Celion verdutzt an Eine wahre Heldengeschichte also, der alte Mann fingerte an seinen langen schwarzen Bart rum. Ja, eine Heldengeschichte. Sie wissen doch bestimmt eine., erwiderte Celion. Der alte Mann redete in langsamem Ton: Lass mich mal kurz nachdenken. Wieso fällt ihnen denn keine ein?, fragte Celion. Eine kurze Zeit herrschte Stille. Dann unterbrach der alte Mann diese: „Kennst du die Geschichte von Kasir den Völkerbefreier.“ „Nein, ich weiß nur was ich in der Schule über ihn gelernt habe. Das unsere Jahre nach ihm Zählen, das wir vorher immer bei unseren Königen gemacht haben, aber Kasir war kein König. “,erzählte Celion. „Das
war’s? “, fragte der alte Mann „Das war’s“, bestätigte Celion „Das ist aber schwach“ „Wir lernen da ja eigentlich nur das Nötigste“ „Gut dann erzähle ich dir die Geschichte. “ Der alte Mann nahm noch kurz einen kräftigen Schluck Kaffee und fing an zu erzählen:
„Es war einmal im Land Gregahn. Wir schreiben das Jahr 47 nach Alon unseren 10 König. Wusstest du Celion das jede Stadt nach einen ehemaligen König benannt wurde?“ Celion errötete vor Scham „Nein, das wusste ich nicht.“ Celion dachte das er der dümmste Mensch auf Erden sein müsste, weil er das nicht wusste. Celion fiel eine Frage ein. „Seit wann gibt es Gregahn eigentlich?“, fragte Celion. „Was das weißt du auch nicht?“, erwiderte der alte Mann. Celion errötete wieder. „Also, um deine Frage zu beantworten, muss ich jetzt weiter ausholen als ich wollte, aber gut. Warum sollte ich nicht gleich die ganze Geschichte von Gregahn erzählen, statt nur einen Teil.“ Celion sah den alten Mann erwartungsvoll an. „Ich erzähle dir nun von Gregahn unseren ersten König, der auch das Land Gregahn vor etwa 400 Jahren gegründet hat. Es beging alles im Inselland, auch Nadith genannt. Nadith besteht aus fünf Inseln:
Die Ruineninsel, die Bauerninsel, die Soldateninsel, die Gefängnisinsel und die Königsinsel. Ich erklär dir mal die einzelnen Inseln. Die Ruineninsel ist nicht bewohnt. Sie gilt als heilig und darf nicht betreten werden. Darum kann ich dir auch nicht sagen was sich auf ihr befand. Die meisten vermuten, dass da ein riesiges Gotteshaus gestanden hat. Die Bauerninsel ist die mit Abstand größte Insel. Wie der Name schon sagt leben dort nur Bauern. Sie dürfen die Insel nicht verlassen und müssen ihr ganzes Leben auf
den Feldern arbeiten. Die armen Teufel die dort geboren werden, haben es echt nicht leicht. Die einzige Chance dass sie die Insel verlassen dürfen, ist von einem Bürger angestellt zu werden. Die Soldateninsel besteht aus einer riesigen Kaserne. An die 3.500 Soldaten finden in ihr Platz. Die Gefängnisinsel ist die kleinste Insel. Es gibt nichts darüber zu erzählen. Die Königsinsel ist die zweitgrößte Insel. Auf ihr befinden sich der Palast des Königs und die einzige Stadt von Nadith. Sie hat 20.000 Einwohner. Der derzeitige König war Talos. Er hatte zwei Söhne. Zum einen Hagen. Zum anderen Gregahn, der zwei Jahre jünger war als Hagen. Als Gregahn 20 Jahre alt wurde, erkannte er, dass er nie König werden würde, wenn er einfach hier bliebe. Hagen würde König werden und er wäre sein ganzes Leben lang nur Prinz. Also fasste er einen Entschluss. Er musste Land erobern. Es war günstig das in Norden jede menge Festland war, das niemanden gehörte. Da gab es nur ein Problem. Dieses Land war voll von finsteren Kreaturen. Also verwarf er diese Idee, vorläufig. Als Gregahn an einen Sonntag zur Kirche ging, kam ihm eine Idee. Der Pastor wüsste doch bestimmt eine Antwort, wie man diese Kreaturen vernichten oder zumindest vertreiben konnte. Als Gregahn den Pastor darauf ansprach. Sagte dieser, dass er Heute Nacht um Mitternacht noch einmal hier erscheinen soll allein. Gregahn hoffte in dieser Nacht endlich Antworten zu finden. Also ging er um Mitternacht wieder zur Kirche. Als er am Tor klopfte, öffnete ihn ein Mann in seinem Alter und sagte, er solle ihm folgen. Sie beide gingen zum Altar, vor dem der junge Mann, der wie ein Mönch gekleidet war, sich hinkniete und im Stillen betete. Eine Weile geschah
nichts. Dann hörte Gregahn ein lautes Knarren. Eine Falltür hat sich hinter ihnen geöffnet. Wo eine Treppe hinunter führte. Der junge Mann ging hinunter Gregahn folgte ihm. Die Treppe schien nicht aufzuhören. Endlich war sie zu ende und Gregahn sah einen langen Gang. „Kommen sie.“, sagte der Junge Mann. Gregahn folgte ihm widerwillig. Sie kamen an eine schwarze Tür. Der junge Mann klopft
viermal gegen die Tür. Der Pastor öffnet die Tür. „Guten Abend Herr Gregahn kommen sie doch rein.“ „Was soll diese Geheimniskrämerei Herr Pastor?“ „Nennen sie mich Assihusan und um ihre Frage zu beantworten. Ich will in dieser Stadt kein Aufsehen erregen. Gehen sie nun rein. Mein Schüler wird dafür sorgen das wir ungestört miteinander reden können.“ Der Pastor machte die Tür zu. „Setzen sie sich Herr Gregahn! Was ich ihnen jetzt erzähle wird einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Als er es sich in einen roten Sessel bequem gemacht hatte, fing der Pastor an zu erzählen. „Nun sie wollen also König von einen Reich werden, das sie selbst gegründet haben?“ „Ja, das ist richtig.“ „Gut, dass sie mich vorher um Rat gebeten haben. Diese finsteren Kreaturen gibt es tatsächlich. Wie viele Soldaten will euer Vater dafür bereitstellen?“ „Er will mir 2000 Soldaten mitgeben, 1000 Nahkämpfer und 1000 Bogenschützen.“ „Das wäre wahrscheinlich schief gegangen. Denn meine Informanten haben mir berichtet, das es sich bei den finsteren Kreaturen um 20000 riesige Schwarze Wölfe, 10000 Vampire, 30000 Skelett-Krieger und was weiß ich wie viele Zombies handelt.“ Gregahn erbleichte im Gesicht. „Da würde ich nicht gegen ankommen. Selbst wenn die gesamte Streitmacht von Nadith mit mir ziehen würde, wir hätten keine Chance.“
„Das würde ich nicht sagen.“, erwiderte der Pastor. „Was meinen sie?“ „Sie müssen zur Ruineninsel gehen, dann werde ich ihnen ein paar Geheimnisse offenbaren.“ „Wie soll ich denn zur Ruineninsel kommen? Kein Boot fährt dort hin.“ „Dann wird sie mein Schüler hinbringen.“ „Dante“, rief der Pastor laut. Die Tür öffnete sich und der junge Mann sagte: „Was gibt es.“ „Bring Herrn Gregahn zur Ruineninsel.“ „Ja Herr. Folgen sie mir Herr Gregahn.“ „Wie? Jetzt gleich? Warum kommen sie nicht mit?“ „Ich versichere ihnen, das ich vor ihnen da sein werde, aber bitte fragen sie mich nicht wie ich das mache.“ Das Gespräch war beendet. Gregahn stand auf und ging aus dem Raum, während der Pastor sich ein paar Schriftrollen aus einen Regal raussuchte. Der junge Mann schloss die Tür. „Müssen wir jetzt etwa wieder die Treppen rauf?“, fragte Gregahn. „Nein, Sir. Folgen sie mir.“ „Können sie auch was anderes sagen Dante?“ „Ja“ „Dann ist ja gut.“ Sie gingen ein Stück den Gang zurück, bogen dann rechts in einen anderen rein, nach einiger Zeit wieder rechts, anschließend links, ein paar Treppenstufen runter und befanden sich nun schließlich an einen Fluss unter der Erde. „Da vorne ist das Boot, das uns zur Ruineninsel bringen wird.“, sagte Dante. „Diese Nussschale? Da würden wir drin ertrinken.“ „Das glaube ich nicht. Ich
habe es schon sehr oft benutzt und es ist im Top Zustand. Kommen sie es ist noch ein langer Weg bis zur Ruineninsel.“ Gregahn stieg also in das Boot genau wie Dante. Es lag ganz ruhig auf dem Wasser. „Das Boot hat sich ja gar kein Zentimeter gerührt.“ „Habe doch gesagt Top Zustand. Dann wollen wir doch mal los.“ Dante nahm sich zwei Paddel und fing an zu rudern. Er ruderte kräftig und ausdauernd. Nach zehn Minuten kamen sie aus dem Tunnel und ihnen offenbarte sich der schwarze Himmel. „Legen sie sich Schlafen Sir Gregahn. Es wird einige Stunden dauern, bis wir an unserem Ziel angekommen sind.“ „Nun gut“, sagte Gregahn, gähnte laut und legte sich hin. Er wachte erst auf, als Dante laut rief: „Land in Sicht.“ Gregahn stand auf und sah sich um. Die Morgenröte war schon dort zu sehen, wo bald die Sonne aufgehen würde. Dann wandte er sich wieder zu Dante. „Ich sehe hier nirgends Land“ „Da hinten ist es, schauen sie nur genau hin“, antwortete Dante und deutete mit seiner Hand auf eine Stelle hinter Gregahn. Gregahn drehte sich wieder um, und tatsächlich, er konnte einen Blick durch den dünnen Nebel werfen und sah einen grauen Streifen vor sich, der immer näher kam.
„Die Ruineninsel“, flüsterte er in sich hinein. „Ja das ist sie. Hier verbrachte ich ein paar schöne Jahre.“ Dann hielt er inne und starte gebannt auf einen schwarzen Fleck über der Insel, der sich sichtlich beweckte. „Was haben sie?“, fragte Gregahn. „Wir müssen uns beeilen. Die heilige Insel wird angegriffen“ Dante fing an noch schneller zu paddeln und Gregahn versuchte zu erkennen, was das sein könnte, worüber sich Dante so aufregte. Als sie der Insel schon ein ganzes Stück näher gekommen waren, erschrak auch er. „Was zum Teufel ist das?“ „Das ist ein Vogel Greif und er greift gerade unser Hauptquartier an.“ „Das kann nicht sein“, protestierte Gregahn. „Der Vogel Greif ist doch ein menschenscheues Tier und würde nie freiwillig in die Nähe von Menschen kommen.“
„Dieser Greif ist nicht wie die anderen. Er ist böse. Doch dies wäre kein so großes Problem, wenn er allein wäre,
aber ich sehe da dutzende von ihnen.“ „S******, warum kann ich sie dann nicht sehen?“ „Die meisten sind schon gelandet. Ich nehme an, dass das der Anführer ist und von oben seine Befehle gibt. So wir sind da. Wir müssen diesen Hügel hoch und versuchen den anderen zu helfen. Ziehen sie schon mal ihre Waffe.“ Gregahn nahm sein Langschwert von Rücken und hielt sich bereit. „Hier ist das Wasser nicht besonders tief. Folgen sie mir!“ Dante sprang von Boot in das seichte Wasser und watete in Richtung Festland. Gregahn tat es ihm gleich. Als sie endlich auf der Insel waren, sagte Dante: „Jetzt wird’s ernst.“ Er rannte mit Gregahn den Hügel hoch und fand ein Schlachtfeld vor, wie es keiner von den Beiden erwartet hätte. Überall lagen Leichen von Soldaten und schwarzen Greifen rum. Als sie ihre Blicke von den Leichen abwandten sahen sie Assihusan und einen jungen Krieger, die gegen einen riesigen Greif kämpften, gerade mal hundert Meter vor ihnen. Plötzlich schrie Dante mit bebender Stimme: „Confirmare Gregahn et Dante“ Gregahn fühlte eine unglaubliche Stärke in sich aufsteigen. „Los“ Beide rannten auf den Greifen zu. Kurz bevor der Greif Assihusan einen Hieb mit seinen Krallen verpassen wollte, sprang Dante auf ihn zu. Mitten im Sprung, zog er sein Schwert und schlug dem Ungetier die rechte Vorderklaue ab. Der Greif schrie vor Schmerzen. Das Blut floss Literweise aus seiner Wunde. Er stürzte sich auf Dante. Doch Gregahn war zur Stelle und mit einem gezielten Schlag konnte er den Greif enthaupten. „Das sie ja schon Gregahn“. Er wand sich um und sah Assihusan. „Sie sind ja verletzt“, sagte Gregahn. „Halb so schlimm“, erklärte Assihusan. „Was ist hier eigentlich los.“ „Wir wurden aus heiterem Himmel
angegriffen. Es müssen an die Tausend gewesen sein und
wir, wir waren gerade mal 600. Wie konnte das jetzt passieren? Gerade jetzt wo die meisten von Orden auf der sind Bauerninsel um Vorräte einzukaufen. Tja und von denen die hier geblieben sind, sind gerade mal ich und Pierre hier am leben.“ Der Krieger sah betrübt auf den Boden. „Das größte unserer Probleme ist aber, das immer noch ein paar von diesen Ungeheuern hier noch rumlaufen. Sonst könnte ich Pierre zu den südlichen Teil der Insel schicken, wo sich der größte teil unserer Streitmacht aufhält. Ach, aber sie haben bestimmt ein paar Fragen auf den Herzen. Nur zu fragen sie mich.“ „Sollte man sie nicht zuerst verarzten? Sie sind immerhin verwundet.“ „Keine Sorge. Ich regeneriere mich schon.“ „Na, dann. Was ist das alles hier?“ „Das ist eins der drei Lager vom Orden, der heiligen Macht. Sie kennen ihn schon bestimm von der Schule.“ „Ja, es wurde mir einiges erzählt. Doch ich weiß nicht, was davon wahr ist. Besitzt ihr die Fähigkeit der Magie?“ „Ja“ „Sie altern alle zehn Jahre organisch nur um ein Jahr“ „Ja“ „Ihr beherrscht die alte Sprache?“ „Teilweise“ „Sie haben von Gott persönlich übersinnliche Kräfte erhalten?“ „Ja“ „So, das war’s. Ich habe keine Fragen mehr.“ „Das ging ja schneller, als ich dachte. Könnten sie mir einen Gefallen tun?“ „Was krieg ich dafür?“ „Ich würde ihnen dafür die Unterstützung des Ordens und ihnen somit 3400 heilige Krieger zu einen Feldzug anbieten.“ „Was soll ich tun?“ „Eskortieren sie Pierre zum Lager in Nordwesten. Der Anführer des Lagers heißt Madrungo. Dante wird sie begleiten. Dann werden die schwarzen Greife, die sie unterwegs treffen, kein Problem mehr sein. Ist alles klar?“ „Ja kein Problem
Dante, Pierre kommt ihr.“ Sie gingen einen Weg an der Küste entlang, damit sie das Lager auch nicht verfehlen.3 Kilometer vor dem Lager flog von oben ein Greif herab und stellte sich ihnen in den Weg. „Pierre halte dich im Hintergrund. Dante und ich kümmern uns schon um dieses Ungetüm.“ Der Greif spannte seine Muskeln an und brüllte. „Oha. Man hat das Vieh Mundgeruch“, stöhnte Gregahn. „Erledigen wir es schnell. Ich hasse es Zeit zu verschwenden“, sagte Dante und schrie „Ignis“. Der Greif ging im Flammen auf. „Der Greif ist besiegt“, sagte Dante. „Wow, nicht schlecht. Lass uns weiter gehen, sonst kommen wir nie an“, sprach Gregahn. Sie machten sich wieder auf dem Weg.

Kapitel 2: Traum und Realität

Plötzlich sah der Mann auf seine Sanduhr. Celion saß nur da mit wirren Blick und weit aufgerissenen Mund. Ooh, es ist schon 10. Ich muss bald wieder los. Du solltest auch nach Hause gehen. Nächsten Samstag erzähl ich die Geschichte weiter. Tschüß Celion. Celion guckte ihn verwundernd an, doch dann schrie er: S******, ja. Meine Mutter wartet mit dem Abendessen auf mich. Das gibt Ärger, wenn ich zu spät komme. Der alte Mann stand auf. Dann solltest du dich doch besser beeilen. Ich lege mich noch eine Stunde hin, bevor ich wieder weggehe. Ich habe einen langen Marsch vor mir. Nun stand auch Celion auf und sprach in dankbaren Ton: Danke, das sie mir diese schöne Geschichte erzählt. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste. Bis bald. Celion lief los, denn er war schon spät dran.
Seine Mutter ist stark wie ein Bär und keiner würde es wagen sie zu ärgern, aber darum machte sich
Celion keinen Kopf. Er dachte über die Geschichte vom alten Mann nach und ob ihm sie glauben sollte oder nicht.
Celion hatte die Geschichte sehr gefallen, doch fühlte er sich irgendwie verarscht. Während er über die Geschichte nachdachte, ging er an der großen Eiche rechts. Dann fiel ihn seine Mutter ein und das er gerade trödelt. Er schüttelte diese Gedanken ab und rannte los um schneller nach Hause zu kommen. Als er ankam, erwartete seine Mutter ihn schon. Du kommst spät dran. Das Essen ist schon kalt., sagte sie im herrschen Ton. Es tut mir Leid, Mama. Der alte Mann hat wie immer sehr spannend erzählt und ich habe einfach nicht mitgekriegt, wie spät es schon geworden ist.“ Sein Mutter gab sich mit dieser Entschuldigung nicht zufrieden und sagte: „Moment mal. So einfach kommst du mir nicht davon“. „Aber wieso? Ich habe mich doch entschuldigt. Reicht das etwa nicht?“ „Nein, das reicht nicht. Wir hatten einen Zeitpunkt abgemacht an dem du hier sein solltest. Ich habe mir furchtbare Sorgen um dich gemacht und übrigens habe ich mir solche mühe mit dem Essen gemacht, aber jetzt kann ich das Essen wegwerfen. Nun, was könntest du zur Wiedergutmachung für mich erledigen? Ah, ich weiß. Du wirst Holz für den Winter hacken.“ Celion beruhigte sich. Er dachte schon er müsse kochen oder putzen, aber Holz hacken macht er gerne. Schnell sagte er: „Okay, Mama.“ Er nahm das Beil, das am Kamin in Wohnzimmer angelehnt war und ging raus. Hinterm Haus war schon jede menge Holz gestapelt. Mindestens drei Meter hoch war der Haufen. Celion dachte, das es ein Fehler war
darauf einzuwilligen, das ganze Holz zu hacken. Dafür würde er Tage brauchen. „Es sieht bestimmt schlimmer aus als es ist“, sagte er zu sich, um sich Mut zu machen. Nun überwand er sich endlich und nahm sich einen großen Holzscheitel. Er legte ihn auf einen riesigen Baumstumpf. Seine Mutter hat ihn mal erzählt, dass der Baum, der da mal stand, ganz alleine für ihr Haus ausgereicht hat. Celion visierte den Holzscheitel an und schwang die Axt. Der Holzscheitel sprang förmlich auseinander und die Axt war tief in den Baumstumpf reingebohrt. „Verdammt, so ein Mist“, fluchte Celion. Er zog an der Axt, aber sie bewegte sich nicht. Nun stellte er sich mit breiten Beinen vor die Axt und während er daran zog schrie er sich die Seele aus dem Leib und beim vierten Ruck löste sich endlich die Axt. Die Axt fliegt Celion entgegen und krachte ihn voll gegen den Kopf. Er hatte Glück, das er nur von der Rückseite der Axt getroffen wurde. Celion war Bewusstlos und schlief mit der Axt in der rechten Hand. Celions Herz schlug ruhig und Celion träumte einen merkwürdigen Traum. Er sah eine ihm völlig unbekannte Stadt, aber er merkte dass sie ihm gar nicht so unbekannt war. Er grüßte fast jeden mit einem Lächeln. Celion konnte seine Handlungen nicht kontrollieren, aber er konnte sie Spüren. Wie ihm schien war es schon Abend, denn die Sonne war schon fast Untergegangen. Als er sich umdrehte, staunte er nicht schlecht, als er eine zweite Sonne am Norden aufgehen sah. Plötzlich merkte er, dass er irgendetwas auf dem Rücken trug. Er ging in ein Restaurant. Der Name des Restaurants war „Zum Hungrigen Pit“. Als er drin war, merkte er dass alle Blicke auf ihn gerichtet waren. Das Lokal war dunkel und es waren nur Lampen an den
Tischen. Die Tische waren rot und der Teppich, der auf den ganzen Boden verlegt war, war königsblau. Celion merkte, das er lächelte. „Guten Tag meine Herren“, sagte Celion. Celion war erschrocken. Seine Stimme hörte sich so erwachsen und kräftig an. Er fühlte sich völlig fremd. Besonders in diesen Körper, den er zuerst für seinen hielt. Er konnte sein Bewegen und Sprechen nicht steuern. Er konnte nur durch diese Augen sehen, diesen Geschmack wie Leder auf der Zunge spüren, mit der Haut fühlen, mit der Nase riechen und mit den Ohren hören, das war alles. „Wer steuert diesen Körper“, fragt sich Celion. „Da muss noch ein anderer sein und ich bin in seinen Körper. Aber wie kann das passiert sein? Ich habe Angst. Was ist wenn ich nie wieder aus diesen Körper rauskomme.“ Er ging langsamen Schrittes zu einem freien Tisch und setzt sich an den Stuhl von wo man aus, die beste Sicht zur Bühne hatte. Nach ein paar Minuten kam ein kleiner Mann mit kleinem verrunzeltem Kopf, nur ca. 1.40 Meter groß und mit komischer Kleidung an seinem Tisch. Er trug eine lange, spitze, dunkelgraue Zipfelmütze die dem kleinen Mann 2 Meter groß erscheinen ließ. Dazu hatte er einen silbernen Anzug und schwarze Schuhe mit 20 cm großen Absätzen dran. Celion hat sofort gemerkt, das der Mann Probleme mit seiner Größe hat. Als der kleine Mann Celion genauer anschaute, grinste er von einem spitzen Ohr zum anderen. „Kolumbra Wendson, endlich besuchst du mich mal wieder“ „Kolumbra Wendson? Wer ist das und warum bin ich in seinen Körper?“, denkt Celion. „Tag Fiete, lange nicht gesehen. Wie geht’s deinen Laden?“
„Ach, Kolumbra. Ich bin nicht mehr der Jüngste.“ Fiete runzelte die Stirn. Traurig senkte er sein Haupt. “In meinen
267Jahren alten Leben habe ich viel erlebt und ich merke wie ich langsam müde werde. Ich schätze ich führe den Laden noch so 3 Jahre und dann gehe ich in den Ruhestand.“ Celion staunte nicht schlecht. 267 Jahre, ist er ein Heiliger fragte Celion sich. Nun meldete sich Kolumbra wieder zu Wort: “Und wer soll nach dir den Laden schmeißen.“ „Tja, ich dachte“, Fiete sah Kolumbra mit ganz traurigen Hundeaugen an. „Nein, das ist nichts für mich. Vergiss es!“ „Och, komm schon. Es ist ja auch nur für ein paar Jahre. Bis du einen geeigneten Nachfolger gefunden hast.“ „Fiete, du weißt ich habe Verpflichtungen.“ Enttäuscht sagte Fiete zu Kolumbra: “Du gehst dieser Beschäftigung schon seit Jahrhunderten nach. Können dir deine Kollegen nicht mal 5 oder 6 Jahre freigeben.“ „Nein, das geht nicht Fiete und das weißt du auch.“ Celion wusste das er nur träumt, aber es schien so echt. Es gab auf jeden eine Verbindung mit diesem Traum und der Geschichte, die er vom alten Mann gehört hatte. Celion fragte sich jetzt nur noch wann er aufwachen würde. Aber solange er noch träumt wollte er noch unheimlich gerne wissen, was Kolumbra als nächstes macht. Kolumbra fragte Fiete: “Sag mal Fiete, warum bist du bei uns ausgestiegen?“ Fiete antwortete darauf: “Du weißt ich bin kein großer Kämpfer und der Job war mir auch irgendwie zu stressig.“ „Trotzdem wollten sie dich nicht gehen lassen“, wendete Kolumbra ein. „Das ist wahr“, bestätigte Fiete. „Darum bin ich auch geflohen. Nach 50 Jahren haben sie endlich aufgehört mich zu suchen. Sie dachten meine Kräfte hätten mich verlassen und ich wäre gestorben. Aber das stimmte nur halb. Ich bin alle 5 Jahre um nur ein Jahr gealtert.“ Jetzt gab es für Celion keine
Zweifel mehr. Kolumbra und Fiete gehören zu den Heiligen. „Genug von den alten Zeiten geplaudert“, sagte Kolumbra. „Ich bin nicht nur hergekommen, um mit dir zu reden.“ „Was soll das heißen Kolumbra?“, fragte Fiete. „Ich bin geschäftlich hier. Ich habe gehört das Hason Hoga sich hier einige Male eingetroffen hat.“ „Das stimmt. Er kommt jeden Mittwoch, um Punkt 8 Uhr hierher. Nach ihm kann man sich die Uhr stellen.“ „Welchen Tag haben wir denn Heute Fiete?“, fragte Kolumbra. „Es ist Mittwoch 10 vor 8 Uhr“, antwortete Fiete. „Dann wird es ja nicht lange dauern“, sagte Kolumbra. „Untersteh dich in meinen Lokal mit diesen Typen streit anzufangen. Geh raus und warte dort auf ihn. Ich will die Sauerei nachher nicht wegwischen“, zischte Fiete in einen scharfen Ton. „Du hast mich überredet. Ich geh ja schon raus“, erwiderte Kolumbra. Kolumbra erhob sich und ging langsamen Schrittes auf den Ausgang zu und gelangte schließlich ins Freie. Die Straßen waren wie leergefegt. Keine Menschenseele war zu sehen. Kolumbra lehnte sich gegen die Außenwand des Lokals und wartete. Es dauerte nicht lange und seine Geduld hatte sich gelohnt. Am Horizont im Westen erschien eine kleine schwarze Silhouette in Form eines Menschen, die immer größer wurde. Nach einiger Zeit konnte man sehen, wer es war. Wie nicht anders zu erwarten, war es Hason Hoga. Er hatte schulterlanges pechschwarzes Haar und besonders lange spitze Eckzähne, wie sie Celion noch nie bei einem anderen Menschen gesehen hatte. Seine Kluft war auch irgendwie eigenartig. Er trug nur schwarz. Ein weiter Mantel mit Ärmeln, die seine Hände fast ganz verdecken. Er hatte dazu eine Kette mit einen umgekehrten Kreuz um
seinen bleichen Hals, die einen irgendwie Angst machte. Kolumbra ließ ihn ruhig auf sich zu kommen, bis er schließlich vor ihm stand. „Hason Hoga?“, fragte Kolumbra. „Wer will das wissen?“, erwiderte Hason. Kolumbra antwortete: „Mein Name ist Kolumbra Wendson. Sind sie jetzt nun Hason Hoga oder nicht?“ Endlich antwortete Hason: “Ja, ich bin Hason Hoga.“ „Dann ist das ihr Todesurteil.“, schrie Kolumbra während er auf Hason zustürmte. Kolumbra verschränkte in Bruchteil einer Sekunde seinen rechten Arm hinter seinen Kopf, um etwas herauszuziehen. Es war ein wundervolles, 2 Meter langes, goldenes Schwert mit mystischen Zeichen auf der Klinge. Das war es also, was Kolumbra die ganze Zeit auf den Rücken trug. Doch Hason Hoga schien nicht sonderlich beeindruckt. Er zückte gleich zwei Schwerter aus den Ärmeln seines Mantels und sprintete Kolumbra entgegen. Kolumbra stach auf den Bauch zu, aber Hason wehrte mit seinen zwei Schwertern den Angriff ab. Er drückte das Schwert nach unten und tritt gegen den Hals von Kolumbra. „Aaaaah“, schrie Kolumbra, während er gegen die Wand vom Lokal aufschlug. Die Druckwelle hat die wand zum Einsturz gebracht und begrub Kolumbra unter den Trümmern. Hason ging langsamen Schrittes zu den Trümmern. Er trat verächtlich gegen den Steinhaufen und sagte: „Mr. Wendson, ich glaube sie sind kein Gegner für mich.“, sagte Hason. Nun wollte er gemütlichen Schrittes dem Lokal entgegen gehen. Doch sein rechter Fuß bewegte sich nicht. Er wurde festgehalten von einer Hand, die aus den Trümmern ragte. „Hast du immer noch nicht genug?“, fragte Hason. Die Erde fing an zu beben und der Boden tat sich auf und es entstand ein Spalt aus
den Kolumbra sprang. Immer noch hielt er den Fuß von Hason fest. Er brüllte: „Noch nicht“ Seine Muskeln spannten sich an und seinen Kleider zerrissen dabei. Er schleuderte Hason wie wild über seinen Kopf. „Na bereit zu fliegen“, schrie Kolumbra und schmiss Hason hoch in die Luft. Er sprintete zu seinem Schwert, hob es auf und wirft es Hason entgegen, der noch fünfzehn Meter über den Boden war. Hason, der sehr überrascht worden ist, konnte gerade noch ausweichen. „Verdammt, ich habe ihn unterschätzt.“, sagte Hason. Als Kolumbra bemerkte, das er ihn verfehlt hatte, rannte er in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit Richtung seines Schwertes, das inzwischen runter gefallen ist, hob es auf und wartete bis Hason wieder auf den Boden kommt. „Sie sind schlecht für einen Halbvampir“, sagte Kolumbra, als Hason wieder auf den Boden kam. „Wie kommen sie darauf, dass ich ein Halbvampir bin?“, fragte Hason. Darauf antwortete Kolumbra locker:“ Tja wahrscheinlich, weil sie die typischen Merkmale eines Vampirs haben.“ „Und wieso bin ich dann ein Halbvampir, müsste ich nicht dann ein ganzer Vampir sein?“ „Also, auf dieser Welt kann es gar keine Vampire geben, weil es nie Nacht wird. Sie könnten höchstens in Höhlen leben.“, erklärte Kolumbra. Hason wurde unglaublich wütend und schrie: „Was erzählen sie für einen Blödsinn. Natürlich bin ich ein echter Vampir.“ „Wie können sie dann der Sonne ausgesetzt überleben.“ Kolumbra klang immer noch so selbstsicher, als glaubte er, er wisse es besser. „Weil ich ein hochrangiger Vampir bin. An der Sonne bin ich zwar ein bisschen schwächer als gewöhnlich, aber ich verbrenne nicht und sie haben mich mit ihren Vermutungen außerordentlich beleidigt. Ich wollte
sie eigentlich noch an leben lassen, aber jetzt will ich nur noch ihren Tod.“ Beide wurden ganz still. Kolumbra war schon ein wenig angeschlagen und atmete schwer. Hason dagegen schien noch volle Energie zu haben. Kolumbra nahm das Schwert was er neben sich in den Boden gesteckt hatte und steckte es in die Schwertscheide auf seinen Rücken. Er lächelte: “Ich werde sie schnell erledigen müssen, denn ich habe nicht unendlich Zeit.“ Er formierte seine Hände so, als würde er eine Kugel in der Hand halten. Plötzlich erfüllte sich alles in seiner Umgebung mit violettem Licht. Celion war von der Darbietung so hingerissen, dass er alle seine Sorgen vergas. Der Vampir zischte und wich dem Licht. „Was ist das?“, fragte er. „Das ist heiliges Licht. Das hat bis jetzt jeden Vampir um die Ecke gebracht.“, antwortete Kolumbra. Kolumbra wusste das hochrangige Vampire die Sonne überleben können. Bloß Hason sah für ihn nicht wie einer aus, deshalb dachte er zuerst er wäre ein Halbvampir. Der einzige Nachteil für Vampire wie Hason ist bloß, das sie ihre speziellen Fähigkeiten wie z.B. sich im Rauch auflösen, in Tiere verwandeln oder den willen anderer Menschen beeinflussen nicht bei Licht einsetzen können und Heiliges Licht löst die Vampire in ihre Einzelteile auf. „S******“, schrie der Vampir. „Dann muss ich wohl meinen letzten Trumpf spielen.“ Er konzentrierte sich und erschuf man glaubt es kaum Finsternis im Bereich von fünf Metern. Diese Finsternis konnte aber auch nicht lange bestehen. Deswegen musste Hason schnell handeln und löste sich in rauch auf, um so Kolumbra zu entkommen. Das heilige Licht von Kolumbra erlosch. „Was für ein Feigling“, sagte er. Plötzlich erwachte
Celion wieder. Es war später Abend und er hatte eine riesige Beule an der Stirn.
Celion rieb sich dem Kopf und stand auf. Er nahm die Axt neben ihm und sah sich um und erschrak. Aus dem tiefen Spalt im Holzstumpf, den Celion da rein geschlagen hatte, kam ein seltsames violettes Licht zum Vorschein.
Celion versuchte das Licht zu Ignorieren. Er hatte Heute schon genug Verwirrung einstecken müssen und hatte wirklich keine Lust sich dieses scheiß Licht anzuschauen. Er ging schnurstracks auf sein Haus zu, aber er kam nicht voran. Ganz im Gegenteil er wurde von irgendeiner Kraft zurückgezogen. Celion konnte sich anstrengen wie er will, aber er kam gegen diese Kraft einfach nicht an. Es sah aus wie ein Moondance. Celion gab schließlich der Kraft nach und ging zum Licht. „Die Götter wollen wohl, dass ich mir das ansehe“, murmelte Celion zu sich selbst. Er stand jetzt genau vor dem Baumstumpf. „Und jetzt?“, fragte Celion. Die unheimliche Kraft flieste in die Axt. Die Axt zitterte in seiner Hand, was in ihm ein angenehmes Kribbeln auslöste. „Ah, na gut.“ Celion verstand. Er holte mit der Axt aus und schlug auf den Spalt, woraus das grüne Licht raus kam. Die Erde bebte und der Baumstumpf wurde vollkommen atomisiert. Nichts mehr war von ihm übrig, aber da wo er stand war jetzt eine Treppe, die nach unten führte. Celion, der von der Druckwelle ein paar Meter zurückgeschleudert wurde, staunte nicht schlecht, als er die Treppe sah.
Seine Axt ist kaputt in tausend Stücke gebrochen. Das war für Celion, aber nur nebensächlich. Ihn interessierte die Treppe viel mehr. Er ging auf sie zu. Dachte kurz darüber nach, ob er runtergehen sollte oder nicht. Kam aber dann
zu dem Entschluss nachzusehen, wo das Licht herkommt. Langsam ging er die Treppe hinunter. Diese führte bis zu 5 Meter unter der Erde in einen kleinen Raum. Jetzt sah Celion zwei Fackeln. Diese waren einen Kopf größer, als Celion und schienen, obwohl sie brannten nicht zu verbrennen, dazu strahlten sie violettes Feuer aus. „Heiliges Licht“, murmelte Celion. Er sah die violetten Flammen noch eine Weile an, doch dann wurde seine Aufmerksamkeit auf was anderes gelenkt. Ganz hinten in Raum, war eine Tür mit einer Inschrift. Celion fing an zu lesen: “WIE GLÜCKLICH IST EIN MENSCH, DER SICH NICHT VERFÜHREN LÄSST VON DENEN, DIE GOTTES GEBOTE MISSACHTEN, DER NICHT DEM BEISPIEL GEWISSENLOSER SÜNDER FOLGT UND NICHT ZUSAMMENSITZT MIT LEUTEN, DENEN NICHTS HEILIG IST.
WIE GLÜCKLICH IST EIN MENSCH, DER FREUDE FINDET AN DEN WEISUNGEN DES HERRN, DER TAG UND NACHT IN SEINEM GESETZ LIEST UND DARÜBER NACHDENKT. ER GLEICHT EINEN BAUM, DER AM WASSER STEHT;
JAHR FÜR JAHR TRÄGT ER FRUCHT, SEIN LAUB BLEIBT GRÜN UND FRISCH. EIN SOLCHER MENSCH HAT ERFOLG BEI ALLEM, WAS ER UNTERNIMMT.
GANZ ANDERS GEHT ES DENEN, DIE NICHT NACH GOTT FRAGEN: SIE SIND WIE SPREU, DIE DER WIND DAVONBLÄST. VOR GOTTES GERICHT KÖNNEN SIE NICHT BESTEHEN, UND IN DER GEMEINDE DER GETREUEN IST FÜR SIE KEIN PLATZ.
DER HERR SORGT FÜR ALLE, DIE AUF IHN HÖREN;
ABER VON DEN UNGEHORSAMEN BLEIBT KEINE SPUR.
1 PSALM VERS 1-6 “„Was befindet sich wohl hinter diese Tür“, dachte Celion. Für ihn bestand, aber kein Zweifel,
dass es irgendetwas mit den Heiligen zu tun haben musste. „Wenn ich schon mal hier bin, kann ich gleich mal hinter der Tür nach schauen“, dachte Celion. Er versuchte die Tür zu öffnen, aber es klappte einfach nicht. Er konnte sie nicht bewegen. Sie war einfach zu schwer. Schließlich gab er es auf. Er wollte gerade die Treppe hoch gehen, als sich plötzlich die Tür öffnete. „Sehr merkwürdig“, flüsterte Celion. Er konnte sich nicht erklären, warum sie aufgegangen ist. Er ging durch die mit heiligem Licht durchflutete Tür und fand sich in einer riesigen Halle wieder. „Wo bin ich hier?“, schrie Celion in die Halle hinein.
„Wo bin ich hier?“ „Wo bin ich hier?“ „Wo bin ich hier?“, hallte das Echo wieder. Die Erde fing an zu beben. Kleine Felsbrocken fielen von der Decke und eine unmenschliche Stimme schrie: “Im Heiligtum“ „Wer spricht da?“ „Dein Richter“ „Über was?“ „Deine Seele“ „Meine Seele?“ „Reinheit der Seele“ Celion versteht nicht warum seine Seele gerichtet werden soll. Die Stimme schrie weiter: „Gehe zum Altar“
Celion tat lieber was die Stimme sagte. Wer weiß was passieren könnte, wenn er nicht gehorchte. Also ging er zu diesen verzierten jahrhunderte alten Altar. Die Stimme fuhr fort: „Strecke deine Hände nach oben und knie nieder.“ Celion tat dieses. So sprach die Stimme: „Lasset uns Beten. Der Herr verurteile dich, der Herr belohne dich, der Herr vernichte dich, der Herr erhebe dich. Gott gib mir ein Zeichen, ob dieses Wesen rein ist.“ Celion bekam eine riesige Panik, denn aus allen Ritzen und Ecken kroch violetter Dunst. Eine Wolke bildete sich an der Decke, die bald die ganze Halle ausfüllte. Celions Angst wird mit der
Wolke immer größer. Seine Angst ist so groß, das er sich nicht bewegen konnte. Nun kam der Rauch auf ihn zu. Er hatte die Arme immer noch weit nach oben gestreckt. Er machte die Augen zu. Der Rauch umhüllte ihn ganz und gar zog sich in seine Hände. Celion spürte ein starkes ziehen in seinen Armen. Plötzlich machte er die Augen auf. Er konnte sich wieder frei bewegen. Celion sah und erkannte wo er sich befand und bekam erneut Panik und wollte nur noch nach draußen. Er hörte noch ein leises „Warte“, als er aus der Höhle raus rannte. Aber als er sich umdrehte, war die Tür verschwunden. Das war zuviel für ihn und er wurde Bewusstlos. Als er aufwachte, befand er sich in seinem Bett in seinem Zimmer. Er hatte seinen Schlafanzug an und frische Sachen liegen auf einen Stuhl neben seinem Bett. Celion stand auf und sah aus seinem Fenster hinaus. Die Sonne stand schon weit oben. Er zog sich an und ging die Treppe hinunter zur Küche, um sich den Kalender anzusehen. Es war Sonntag der 5.6.267. Heute hätte er wie jeden Sonntag Schule.
Sie fing an Mittag an und hörte nach vier Stunden auf. Die Schule war eine der wenigen Gebäude die eine Sanduhr besaßen. Celion sah an den Stand der Sonne, das es schon ca. eine Stunde nach Mittag ist. Sein Lehrer sagt dazu immer „dreizehn Uhr“, welches Celion ziemlich eigenartig fand. „Wenn ich jetzt zur Schule gehe, komme ich so oder so zu spät“, dachte Celion. Also wollte er wieder nach oben gehen um weiter zu Schlafen, als plötzlich seine Mutter vor ihn stand. „Na wieder Fit“, fragte sie. „Oh nein es geht mir miserabel.“ „Erzähl mir nichts von Pferd. Du gehst sofort zur Schule.“ „Ach Menno.“ „Jammer nicht rum. Mach das du wegkommst.“ Widerwillig nahm
Celion seine Schultasche aus der Hand seiner Mutter und machte sich auf Richtung Schule. Die Schule des Dorfes war sehr klein die Bevölkerungszahl betrug ja auch gerade mal 800 Einwohner. In der Klasse von Celion sind 16 Schüler. Es gibt vier Klassenstufen. Celion ist in der dritten. Als Celion in der Schule ankam war es gerade 14.00Uhr. Die Schulglocke klingelte zur großen Pause und alle Schüler gingen zum 150qm großen Schulhof. Celion begab sich auch dorthin. Er freute sich denn Weron sein Freund war da. Meistens half er auf der Farm von seinen Eltern und war nur selten in der Schule. „Hallo Weron“, begrüßt ihn Celion. „Tag Celion, du kommst zu spät“, erwiderte Weron. Weron trug eine braune Lederhose, von Staub grau gefärbte Schuhe und eine nachtschwarze Lederjacke, die offen ist, so dass man seinem von Arbeit gestählten Body sieht. Er schaute Celion grinsend an. „Ja und? Heute bin ich mal zu Spät. So schlimm ist das gar nicht.“ „Ich hab mich gelangweilt ohne dich. Ich dachte schon das wird so ein richtig öder Tag, aber jetzt bist du ja da.“ “Ja das bin ich und gibt’s was neues.“ „Nichts außer das Kasol gerade eine Mathearbeit versaut hat und sich gerade wieder an Andere vergreift, um seinen Frust abbauen.“ „Wenn man vom Teufel spricht“, sagte Celion, als er sah wie Kasol einen anderen Mitschüler verhaut, der klein und schwach ist. Kasol trug nur eine gelbe Hose und Sandalen. Er war gut trainiert. Celion hatte das Gefühl, das er da zwischen gehen sollte, doch er war nicht Lebensmüde. Er hätte keine Chance gegen ihn. Doch er ging zu ihm. Eine mysteriöse Kraft oder auch nur Leichtsinn trieb ihn an. „Hey hör auf damit“ Die Worte kamen wie von selbst aus Celion. Celion bekam als
Antwort von Kasol nur einen Faustschlag aufs Maul. Celion flog hin und hielt sich das blutende Gesicht. “Willst du lieber was auf die Omme“, fragte ihn Kasol. Kasol stürzte sich auf ihn. Celion schloss die Augen. Er hörte einen lauten Aufschrei. Sofort riss er die Augen auf. Er erschrak und ihm wurde von dem Geruch von Blut übel. Er war voller Blut, aber es war nicht seins. Er hatte keine Wunde. Er traute sich nicht weiter hoch zu sehen. Sein linker Arm war nicht mehr da. Da wo er sein müsste ist ein Schwert und es hat Kasol durchbohrt. Seine Augen waren ausdruckslos. Erstarrt wie Wasser zu Eis. Die Mädchen schrieen wie auch die Jungs. Celion konnte nicht aufstehen, denn Kasol lag auf ihn drauf. Erst nach drei Minuten. Beherzte sich Weron. Er sah Celion starr an, sagte aber nichts. Er nahm Kasol weg. Der Schwertarm hatte mehrere Widerhaken und es spritzte viel Blut, als er ihn Wegstieß. Der Klang der Leiche, als sie zu Boden fiel war ganz stumpf, als würde ein Stück Holz zu Boden fallen. Celion wusste, dass er dieses Geräusch nie wieder vergessen wird.
Keiner reichte Celion die Hand. Sie hatten Angst, dass sein anderer Arm sich auch in ein Schwert verwandelt und ihnen die Hand aufritzt. Celion stand auf. Dazu stützte er sich auf seinen Schwertarm. Als er versuchte zu gehen, konnte er seinen Schwertarm nur am Boden schleifen lassen, so schwer war er. Eine plötzliche Müdigkeit überrannte ihn. Meter für Meter ging er zur Schule. Als er angekommen war lehnte er sich an sie und versank in einen tiefen Schlaf. Als er aufwachte, dachte er, er hätte die ganze Sache nur geträumt. Doch das stellte sich als falsch heraus. Er hatte immer noch ein Schwert statt eines
Armes. Er stand auf und merkte, dass die anderen Kinder ihn umringten. Ein Lehrer versuchte sich zu Celion vorzudrängen. „Kommt lasst mich durch“ Als er dies mit Mühe geschafft hat, sah er zuerst auf das Schwert dann sprach er: “Was hast du getan?“ Celion antwortete nur mit einen müden seufzen. Das ganze Blut floss an seinen Körper hinunter. Es sah wirklich erschreckend aus. Kein Wunder das einige Schüler die ganze Zeit „Teufel“ murmelten. Celion war völlig geschockt. Er brachte keinen Ton heraus. Auch der Lehrer konnte es nicht fassen. „Wer bist du?“ „Das ist Celion“, antwortete Weron, der sich nun neben Celion stellte. „Was ist hier passiert?“ „Celion wollte einen Schüler vor Kasol beschützen. Das gefiel Kasol nicht und schlug Celion wieder. Dann stürzte er sich auf ihn. Ich sah wie der Arm von Celion sich verlängerte und immer spitzer wurde und sich schließlich in ein Schwert verwandelte. Es durchbohrte Kasol.“ Der Lehrer dachte er würde spinnen, weil es so was eigentlich gar nicht geben kann. Die Denkfalte des Lehrers wurde immer tiefer. So etwas kam ihn nie unter die Augen. Er hatte schon ab und zu mal gebrochene Arme oder Beine in der Schule erlebt, aber das hier ein Mord ist eine ganz neue Situation für ihn. Was sollte er mit Celion machen. Er sah den kleinen Celion in der Ecke heulen. Die eine Hand hielt er sich vors Gesicht und der Schwertarm lag am Boden. Der Lehrer konnte sich nicht vorstellen, dass dieser Junge es absichtlich getan hat. Er soll erst 13 Jahre alt sein, hatte ihm Weron erzählt. Er kommt nicht drum herum den Ältesten Rat zu befragen. „Holt mir Atrilium den Hausmeister her!“ Einer der Jungen ging los um Atrilium zu holen. Dieser lag in seiner Hütte auf seinem Heubett. Er hatte vom den ganzen Radau
überhaupt nichts mitbekommen. Umso mehr war er überrascht, als der Knabe plötzlich in seiner Hütte stand. „Herr Atrilium, kommen sie bitte auf den Schulhof.“ „Was ist denn los kleiner hat sich dort jemand übergeben?“ „Nein, einer der Schüler wurde getötet“. Der Hausmeister regte sich auf. “Ich habe doch gesagt, dass sie die farbige Kreide entfernen sollen. Sie macht die Schüler verrückt. Satan höchstpersönlich hat diese Kreide angefertigt. Okay, führe mich zu den Jungen.“ Der Hausmeister Atrilium folgte dem Jungen zum Schulhof. Er ging zum Lehrer und fragte: „Was soll die ganze S****** hier. Seit wann sterben Leute hier? Wir sind hier nicht im Altersheim. Verdammt noch mal, die Leute hier stehen in der Blüte ihres Lebens. Wie ist das passiert?“ „Dieser Schüler sein Name ist Celion, hat Kasol getötet. Soviel ich weiß, war es ein Versehen. Aus unerklärlichen Gründen hat sich sein Linker Arm in ein Schwert verwandelt.“ „Und was hat ein Hausmeister in so einer Situation zu tun?“ „Sie sollen sich um den Jungen kümmern.“ „Um den Toten oder um den, der ihn umgebracht hat?“ „Um beide. Wickeln sie den Toten in eine Decke und bringen sie ihn in ihre Hütte, bis seine Eltern kommen, um ihn abzuholen. Celion nehmen sie ebenfalls in ihre Hütte. Man kümmert sich bereits um die Sache.“ Darauf ging der Lehrer weg und machte sich auf den Weg zum Ältestenrat. Der Hausmeister sah sich nach den Toten um. Er lag genau in der Mitte des Schulhofes. Dann sah er sich Celion an. Er kauerte immer noch zitternd in der Ecke. Der Hausmeister seufzt: „Na toll.“ „He, sie“, rief Weron. „Kann ich dir helfen Kleiner?“ „Ich bin ein Freund von Celion“ „Du willst ein Freund sein? Wieso hast du nichts gegen diese S****** unternommen, ehe sie
passieren konnte?“ „Es tut mir leid, Sir“ „Es muss dir nicht leid tun. Du bist ja nicht an diese Situation schuld, aber dein Freund hat Riesenmist gebaut und ich weiß nicht was man mit ihn machen wird. Du bist doch ein starker Kerl. Kannst du mir helfen den Toten und deinen Freund zu meiner Hütte zu tragen.“ „Ja“ „Na dann. Am besten trage ich den Toten und du kümmerst dich um deinen Freund.“ Der Hausmeister ging zum toten Kasol und wickelte ihn in eine Decke, die er von seiner Hütte mitgebracht hatte. Bei dem ganzen Blut wurde ihm so richtig schlecht. Derzeit versuchte Weron Celion auf die Beine zu kriegen. Dieser lies sich nur mit Mühen aufrichten. Das Blut tropfte immer noch an ihm herunter, obwohl schon ein teil getrocknet war. Der Hausmeister ging schon mit dem Toten voraus und Weron und Celion versuchten nachzukommen. Das Schwert hinterließ eine tiefe Spur im Boden. Als sie endlich an der Hütte waren, war auch schon die Pause zu ende. Weron ging mit Celion in die Hütte, wo der Hausmeister mit den Toten schon wartete. „Da seid ihr ja endlich. Ihr habt ja ganz schön lange gebraucht. Was hat euch aufgehalten?“ Weron deutete auf das Schwert. „Ach, ja natürlich“, der Hausmeister verstand. „Hat er schon was gesagt?“ „Nein. Er ist die ganze Zeit still geblieben.“ „Das wundert mich nicht. Er ist bestimmt noch völlig geschockt.“ Celion ließ sich in einer Ecke nieder. Er zuckte zusammen, als sein Schwert gegen die Wand kam. „He, dein Name ist doch Weron oder?“ „Ja das ist er.“, bestätigte Weron. „Du kannst jetzt wieder in deinen Unterricht gehen.“ „Ich würde aber gerne bei Celion bleiben, wenn es ihnen nichts ausmacht.“ „Es macht mir aber was aus.“ Der Hausmeister erhob seine Stimme „Und Jetzt raus.“ Weron wollte
schon was dagegen sagen, aber in den Augen vom Hausmeister tauchte langsam Wut auf. Er sah sich den Hausmeister von unten nach oben an. Er ist ca. 2,15 Meter groß. Er ist kräftig gebaut, hat gelbe Augen, einen braunen Stoppelbart und eine platt gedrückte Nase. Je länger Weron ihn sich ansah, umso größer kam ihm das Gefühl von Angst hoch. Er ging aus der Hütte und rannte in die Schule. „Endlich allein.“, der Hausmeister seufzte erleichtert auf. „Ich dachte, der geht nie.“ Er sah zu Celion. „Wie hast du das gemacht? Bist du ein Dämon oder ein Hexenmeister?“ Celion blieb still. Seine Augen waren total glanzlos. Als wäre er ganz wo anders. Währendessen in Ältestenrat. Es war ein großer Turm in dem sich ein Kreissaal befand. Der Lehrer stand vor sieben älteren Herren. Drei saßen rechts. Drei saßen links. Ihre Stühle waren aus Stein gebaut. Dann saß noch einer auf einen höheren Stuhl, der auch aus Stein war, in der Mitte. Das war der Oberälteste. Er sprach zum Lehrer: „Das ist ein ernstes Problem, von dem sie mir berichten. Der Schüler hat eine Art Magie genutzt und einen anderen Schüler dadurch umgebracht. Ich würde gerne wissen, wie er diese Magie erlernt hat und ob es noch mehr von solchen Magiern gibt.“ „Wollen sie ihn denn nicht bestrafen, Oberältester?“, fragte der Lehrer. „Natürlich, doch zuerst brauchen wir diese Informationen.“ „Aber was ist, wenn er diese Magie auch gegen uns wenden würde?“, fragte einer der Ältesten. „Das wäre bestimmt unser sicherer Tod“, antwortete einer der anderen. „Wir sollten schnell handeln“, beriet ein ältester die anderen. „Wir müssen die Welt vor weiteres Unheil beschützen.“ „Was schlägt ihr vor?“, fragte der Oberälteste. „Ich schlage vor ihn für
immer einzusperren“, meldete sich einer der Ältesten. „Nee, der kann sich bestimmt wieder befreien.“, widerlegte einer der anderen Ältesten. „Ich denke wir kommen nicht darum herum diesen Jungen zu töten. Nicht nur weil er Magie angewendet hat, das Grund genug ist ihn zu töten. Nein, er hat auch ein Menschenleben auf den Gewissen und laut unseren Gesetz, wird ein Mord mit dem Tode bestraft.“ „Okay, wer dafür ist diesen Jungen oder was er auch immer ist zu töten, hebe die Hand. „Hmm, fünf sind dafür, zwei dagegen. Damit ist das Schicksal des Jungen besiegelt. Er wird Morgen hingerichtet.“ Ein lauter Knall. Die riesigen Eichentüren, die vom Kreissaal nach draußen führten, sprangen auf. Rauch füllte den Raum. Die Ältesten und der Lehrer husten und keuchen. Oberälteste fragte im ängstlichen Ton. „Wer ist da?“. Es kam keine Antwort. Der Rauch verzog sich langsam und man konnte einen Schatten erkennen, der von draußen rein kam. Der Oberälteste fragte noch mal: „Wer ist da?“ Der Rauch verzog sich jetzt ganz und man konnte erkennen wer der Schatten war. Es war der alte Mann. „Ich komme wegen des Jungen. Ich habe gehört es gab einen Vorfall.“ „Woher wissen sie das?“, fragte der Lehrer. „Nachrichten verbreiten sich schnell im Dorf. Es tut mir leid wegen diesem toten Jungen, aber soviel wie ich gehört habe, war es ein Unfall das er getötet wurde und wegen einen Unfall wollen wir doch keinen Menschen verantwortlich machen.“ Er warf den Lehrer, der am Boden lag, weil ihn die Druckwelle der Türen zu Boden gestoßen hatte, einen Sack hin, der klimperte. „Es sind 10.000 Torkas in den Sack. Ich will den Jungen freikaufen.“ Die Ältesten wurden empört darüber, dass der alte Mann sie bestechen
wollte. „Wie kannst du es wagen? Wir lassen uns nicht bestechen.“ „Ich will euch nicht bestechen werte Ältesten. Ich will ihn auslösen. Wie viel muss ich für einen Mörder bezahlen.“ „Haben wir überhaupt so etwas wie ein Auslösungsgesetz?“, fragte einer der Ältesten. Einer der Ältesten sah in einem Buch nach und sprach: „Oh, ja wir haben so ein Auslösungsgesetz. Es wurde 65 Jahre nach Kasir beschlossen und hier, hier haben wir auch eine Tabelle über das Auslösungsgeld. Warte Diebe, Lügner, ah da haben wir es ja Mörder. Das Auslosungsgeld für Mörder beträgt 50.000 Torkas. Also noch 40.000 und sie können den Jungen mitnehmen, aber hier steht noch das sie die Verantwortung für ihn tragen. Er muss bei ihnen leben ca. 2 Jahre.“ „Und was ist mit seiner Mutter?“, unterbrach ihn der alte Mann. „Nur der, der für ihn gezahlt hat und seine Angehörigen haben die Verantwortung. Also kann seine Mutter weiterhin für ihn sorgen, aber in erster Linie muss er immer mit ihnen gehen. Okay? Wird er aber wieder morden, kommen sie beide ins Gefängnis und werden am nächsten Tag hingerichtet.“ „Ich habe verstanden. Hier, die übrigen 50.000 Torkas.“ Der alte Mann warf noch weitere vier Säcke vor die Ältesten und fragte den Lehrer: „Wo befindet sich der Junge?“ „Er ist noch in der Schule. Ich befahl den Hausmeister, dass er auf ihn aufpassen soll. Er ist vermutlich in seiner Hütte.“ „Danke.“ Der alte Mann verneigte sich noch kurz und ging dann aus dem Turm der Ältesten heraus. Inzwischen hatte der Hausmeister Celion gebadet, seine Kleidung gewaschen und seinen Schwertarm poliert. Celion hatte immer noch nicht geredet, als plötzlich der alte Mann durch die Tür der Hütte kam. „Alter Mann“, rief Celion
voller Freude. “Was machst du denn hier.“ „Dich nach Hause bringen. Ich habe alles für dich geregelt. Lass uns gehen.“ „Okay auf Wiedersehen Herr Atrilium.“ „Bis bald Schwertjunge“, rief ihn Atrilium nach. „Schwertjunge“, murmelte Celion. „Ich werde wohl jetzt öfter so genannt werden“, dachte Celion. Der alte Mann und Celion machten sich nun auf den Weg zum Haus seiner Mutter. „Celion ich muss dir etwas sagen. Ich glaube es ist besser, wenn du deine Mutter nicht mehr siehst. Sie würde es nicht verstehen, übrigens schuldest du mir 50.000 Torkas die ich für dich bezahlen musste, sonst hätten sie dich hingerichtet.“ „Die wollten mich hinrichten.“, schrie Celion. „Ja, das ist aber nur eine Nebensache, der Punkt ist, dass es das Beste wäre, wenn wir das Dorf verlassen würden, wegen deinen Schwertarm du verstehst.“ „Ich verstehe.“, Celion fühlte sich niedergeschlagen. Damit fing doch eigentlich alles an. Hätte er sich nicht eingemischt, wäre Kasol immer noch am Leben und er könnte immer noch in seinem Heimatdorf Han bleiben. „Mach dir keinen Kopf.“, sagte der alte Mann „Ich kenne einen Ort, da wird es dir ganz bestimmt gefallen, aber zunächst müssen wir deiner Mutter einen Besuch abstatten. Ich werde ihr erklären, dass ich dich für eine Geschäftsreise brauche und dass es mehrere Wochen dauern könnte. Ich möchte, dass du dich in der Nähe aufhältst und dich auf keinen Fall in Blickfeld deiner Mutter befindest. Ist das klar?“ „Ja, alter Mann.“ „Und du nennst mich nie wieder „alter Mann“. Du nennst mich nur noch Sir.“ „Sir und weiter.“ „Es gibt kein weiter für dich. Du bist noch nicht bereit meinen Namen zu erfahren.“ Der alte Mann erklärte Celion noch weitere Regeln zum Beispiel, wie er sich verhalten sollte,
wenn er mit anderen Leuten redet. Das ging immer so weiter bis sie am Haus von Celions Mutter ankamen, dann sagte der alte Mann schließlich: „Da wären wir und vergiss nicht was ich dir gesagt habe. Halte dich stets im Hintergrund.“ „Ja. Sir“ „Geht doch. He du hast dich ja an das zusätzliche Gewicht gewöhnt.“ „Ja es geht schon etwas besser.“ Er sah an seinen linken Schwertarm hinunter. Irgendwie schien er leichter geworden zu sein. Der alte Mann ging nun zur Haustür von Celions Mutter und klopfte. Es war ein sehr starkes Klopfen. Soviel Kraft hätte man den alten Mann gar nicht zu getraut. Vielleicht war es ja die Wahrheit, dass er ein Heiliger ist. Immerhin hat er Celions Kopf aus der Schlinge gezogen, die ihn morgen hätte erwürgen können. Denn seine Mutter hätte die 50.000 Torkas nie aufbringen können. Jetzt fiel auf einmal Celion alles wieder ein. Was er geträumt hatte und was in der Halle mit dem „Heiligen Licht“ geschehen war. Bei nächster Gelegenheit wird er alles dem alten Mann erzählen. Mal sehen wie er darauf reagieren würde. Celion wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Tür aufging und seine Mutter zu sehen war. Celion hat sich vorsichtshalber hinter einen Baum versteckt, damit falls sich seine Mutter umsehen würde, sie ihn nicht entdecken könnte. Er, sah dass der alte Mann und seine Mutter sich eine Weile unterhielten. Er konnte aber nicht hören was sie sagten. „Wozu auch“, dachte er. Er kenne ja den Inhalt. Nun ging seine Mutter wieder ins Haus zurück und machte die Tür zu. Darauf ging der alte Mann ein paar Schritte von Haus weg, sah sich um, entdeckte Celion hinter dem Baum und ging dann auf ihn zu. „Wie ist es gelaufen, Sir?“, fragte Celion. „Sehr gut, sie war sehr erfreut, dass ich dir
ein bisschen von der Welt zeige. So, als nächstes müssen wir zur meiner Hütte ich muss mir noch ein paar Sachen holen.“ „Ja, Sir.“ Sie gingen durch den Wald mit dem einzigen Weg, bis zur großen Eiche und dann links bis sie an der Hütte waren. Es war schon Abend und Celion war völlig ausgepowert. Der alte Mann sah das und sagte: „Ruh dich einen Moment aus. Es dauert sowieso eine ganze Weile, bis ich den ganzen Kram zusammen habe.“ „Danke Sir.“ Celion lehnte sich an die Hütte, während der alte Mann rein ging, um ein paar Sachen zusammen zu suchen. Es dauerte ca. eine halbe Stunde, bis der alte Mann wieder raus kam. Er hatte zwei riesige Rucksäcke in den Händen. Beide waren prall gefüllt. Celion stand auf. „Ein paar Sachen?“ „Ein paar Sachen.“ Der alte Mann grinste. „Und wo geht es hin, wenn ich fragen dürfte?“ „Wir müssen nach Lut. Um Vorräte zu kaufen. Von da aus müssen wir nach Statina, die Hauptstadt von der Bergregion. „Und dann?“, fragte Celion. „Das werde ich dir Sagen, wenn wir da sind. Also lass uns keine Zeit vertrödeln, sondern lass uns losgehen. Ich werde dir zeigen wie man in der Wildnis überlebt und wie man kämpft.“ „Das hörte sich ja alles sehr abenteuerlich an, aber ich würde jetzt lieber erstmal schlafen.“ „Du fauler Sack. Schlafen kannst du später!!!“ Bei diesen Worten schnallte er Celion einer der Rucksäcke über, die er aus der Hütte geholt hatte und los ging es.
22.06.05, 18:51:51

Hepheistus

Ich Hepheistus möchte Schriftsteller werden und das hier ist meine erste Geschichte ich möchte gerne eure Meinung dazu sehen damit ich weiß was ich verbessern könnte
22.06.05, 19:24:58

Master

Ich finde, die Geschichte hat einen großen Reiz. Nur weiter so ;)
22.06.05, 19:37:20

Nassiria

Die Geschichte an sich finde ich gar nicht so schlecht, allerdings liest sie sich nicht sonderlich gut...
Du machst oft Endlossätze, versuchst alles in einem Satz zu erklären. Das macht das Lesen recht schwierig, da ich einige Sätze öfter lesen musste um sie zu verstehen.
Oft sind auch sprachliche Mängel zu finden (in deM Wald befindet sich jemand um ein Beispiel zu nennen).

Bitte nimm das nicht persönlich. Ich kritisiere nur das, was mir persönlich an der Geschichte aufgefallen ist. Sind aber alles leicht zu behebende Dinge.
Viel Glück beim weiteren Schreiben!
22.06.05, 20:01:19

Aramir

Dann geb ich auch mal meinen Senf dazu...:wink:

Die Geschichte an sich ist gut und interessant ,nur die teilweise sehr langen Sätze sind-wie Nassiria sagt- ein bisschen störend beim Lesen.Und was mir auch aufgefallen ist, an der Stelle wo Celion ``in´´ Kolumbra ist, schreibst du nur am Anfang diese ´´Teils´´ was er denkt...Ansonsten ist sie aber gut,schreib ruhig weiter so.
 
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