Gelara

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01.01.06, 13:51:27

Gelara

geändert von: Gelara - 29.11.07, 19:06:11

~ Gelara, Arlyn Prinzessin ~
SAMMLUNG - TEIL 1


Sie ist eine Elfe vom Stamm der Arlyn;
eine kleine Gruppe, die wohl bald nicht mehr existieren wird
und sich auf die Mystischen Kräfte konzentriert.


An dem Tag, an welchem sie sich heimlich aufmachte in die Welt der Menschen und Zwerge, hatte ihr Vater sie vermählen wollen mit einem Elfen eines anderen Stammes, da der Grüne Drache begann das Heimatland ihres Stammes zu vernichten. Wohl vor allem von Angst getrieben packte sie ihre wertvollsten Besitztümer zusammen und kam in jungen Jahren aus den südlichen Wäldern nach Mitheldarien. Dort wäre sie verloren gewesen, wenn sie nicht Firiath getroffen hätte, die ihr über die Runden half. Inzwischen steht sie auf eigenen Beinen, hat ihr eigenes Haus erworben und leitet ein Gehöft in der Nähe von Piasoni. Ihr erster Mann, Wodan, verschwand nach einiger Zeit. Er hatte ihr wie Firiath Asyl gewährt, doch nun stand sie ohne ihn da, was sie, und das erschreckte die sonst mitfühlende und treue Elfe am meisten, überhaupt nicht grämte. Einige Monate lebte sie dennoch von Einsamkeit geplagt. Am lebhaftesten blieb ihr die Begegnung mit Hucki, Turgol Felsspalter und dem Kobold Toki in Erinnerung, dem sie ihr Schultertuch als Nachtlager hinterlassen hatte. Wenige Tage später bekam sie es bei einer zweiten Begegnung mit Toki wieder. Kurz darauf erreichte sie ein Brief. Er war von ihrem Vater!

Gelara,
Der Elf des anderen Stammes wird bald zu dir kommen. Wir haben dich endlich gefunden, nach all den Jahren, in denen du fort warst. Du wirst ihn heiraten. Sein Name ist...


"Kloputzer?", Gelara hatte gelacht, doch als sie ihn kennengelernt hatte und ihm einen Hausschlüssel gab, begann sie ihn zu akzeptieren. Zu etwa der gleichen Zeit jedoch erlaubte sie sich mit Firiath eine Nacht in der Taverne. Das Schicksal kam, wie es kommen sollte, und Gelara traf Steinzeitstefan. Noch unberührt von solchen Gefühlen, weiß sie nicht, was genau sie Stefan gegenüber empfindet, weiß sie doch dass ihre Pflicht sie einem anderen Mann versprochen hat.

~*~


Gelara ist frisch verheiratet mit Kloputzer. Obwohl sie ihn sehr zu schätzen weiß und es eine vereinbarte Hochzeit war, empfindet sie keine grenzenlose Zuneigung. Er und sie hoffen nun auf das erste gemeinsame Kind, das ihr bisher versagt blieb. Sie geriet in Streitigkeiten zwischen Aristides und Vlad. Aristides schloss am Ende seine Seele in einen Kristall ein, um den Vlad und Itachi sich mit Kirei stritten. Am Ende erlangte Gelara den Kristall durch Aristides Willen. Nun trägt sie ihn an einer Kette um den Hals, bis Aristides zurückkehrt um Vlad zu besiegen.

~*~


Aristides Seele wurde wieder aus dem Kristall befreit, was sie von einer großen Bürde befreit. Sie hatte gebangt, Vlad könnte sie finden und bedrohen. Sie lernt Kloputzers Eigenheiten kennen und spricht öfters mit ihm. Über einen Hundewelpen (Steinzeitstefan) hatten sie sogar schon Streit. Sie weiß, dass der Hund in Wahrheit der Stefan ist, den sie schon oft am Meer getroffen hat. Das war noch bevor sie verheiratet worden war. Plötzlich erhält sie eine Nachricht von Stefan, dass Einhorn von Vlad zum Vampir gemacht worden sei. Sie will ihm helfen, findet ihn aber nicht und weiß gleichermaßen, dass sie gegen den Vampir nichts ausrichten könnte.

~*~


Anschließend hilft sie Selor ein Kind zu finden. Sie trifft Malcom, der einen Boten aus Som abfangen soll und will ihm helfen. Außerdem rettete sie Kikira vor Lysander, als dieser im Kampf mit Vlad ausrastete. Als sie erfährt, dass ihr endlich ein Kind geschenkt wurde, tritt sie in den Clan der Krieger des Lichts ein. Noch ist sie sich der Konsequenzen nicht bewusst, aber inzwischen steckt sie in einer Zwickmühle: Malcom ist ihr sehr ans Herz gewachsen. Sie ist verwirrt, da es ihr unbegreiflich ist wie sie so etwas wie Liebe einem anderen gegenüber empfinden kann als ihrem Mann.
Shibby, ihr kleiner Sohn, bindet sie wieder stärker an Kloputzer. Und einige Monate später trifft sie Sasuke im Waisenhaus, ein 25 jähriger Waise. Sie unterhalten sich ein wenig, und sie erklärt sich bereit ihn als ihren eigenen Sohn zu adoptieren, obwohl er gute 4 Jahre älter ist als sie selbst, wenn man ihr Elfenalter in Menschenjahre umrechnet.

~*~


Aus ihrer Ehe mit Kloputzer resultiert eine weitere Schwangerschaft, die ihr aber weniger zusetzt als die erste. Shibby, ihr erster Sohn, ist inzwischen alt genug und kümmert sich um sie, wenn Kloputzer nicht zugegen ist. Er lässt sie kaum aus den Augen. Gleichzeitig gewinnt sie bei den KdL mehr Ansehen und Einfluss, was ihren inneren Konflikt verschärft. Ihre Gefühle Malcom gegenüber haben sich nur intensiviert, auch wenn Achtung Kloputzer gegenüber ihr heilig ist. Zur gleichen Zeit lernt sie Stefan näher kennen und weiß überhaupt nicht mehr, ob sie zu Som halten soll oder gegen es arbeiten. Die Hochzeit von Lysaria und Malcom bringt vielleicht einen Wendepunkt...

~*~


Eines Abends stritt sie sich fürchterlich mit Kloputzer, warum, weiß sie gar nicht mehr so genau... Tage vergingen, er kehrte nicht wieder. Wochen... Nun ist sie wieder unverheiratet. Obwohl sie Kloputzer nicht wirklich bedingungslos liebte, geht ihr der Verlust sehr nahe. Ein Trost ist vor allem ihre einzige Tochter Alisea, und ihr liebevoller Sohn Shibby. Sasuke bleibt entfremdet, auch, als er als Bibliothekar eine Lehre beginnt. Sie ist sehr stolz und froh, dass sie zum Clanführer der Krieger des Lichts gewählt wurde, denn so kann sie sich mit noch mehr Engagement von ihrer Scheidung ablenken. Eine unangenehme Komponente ist jedoch, dass sie nun auch wieder mit Leuten verkehren und sich mit ihnen auseinandersetzen muss, zwischen denen sie in einer Zwickmühle steht: Malcom, Stefan und Aristides. An sich mag sie alle drei sehr, nur sich zwischen ihnen als Politikerin zu behaupten, könnte Folgen nach sich ziehen.

~*~


Gelara ist nun Führerin der Vereinigung "Krieger des Lichts". Ihre größte Mühe gilt nun in Politik wieder obenaufzukommen und die besten Entscheidungen für Mitheldarien und den Clan zu treffen. Dennoch nimmt sie sich viel Zeit für Alisea, da Shibby und Sasuke nun oft außer Haus sind wegen ihren Lehren. Meist befindet sie sich direkt in Mitheldarien und verfolgt das Geschehen und Gerede auf dem Marktplatz, aber mindestens einmal täglich pendelt sie nach Phariantros oder in eine der anderen Städte. Auch traf sie bei ihren Streifzügen den Prinzen Barabas, mit dem sie sich auf Anhieb gut verstand. Oft denkt sie noch an Kloputzer, vor allem nachts oder im Traum, aber sie beginnt nach vorne zu schauen. Alte Streitigkeiten versucht sie zu klären oder zu vergessen und will sich nun ganz dem Kampf gegen die Unruhen widmen.

~*~


Die Aufnahme Stefans in die Reihen der KdL hat sie ebenso verwundert wie erfreut. Sie hatte gefürchtet, er würde auch zu Som halten und somit ihr Feind sein, nun, da sie Malcom ihre Hilfe unter König Medil versprochen hatte. So war es nicht ungewöhnlich, dass sie oft mit Stefan einige Zeit verbrachte und ihm letztendlich fast einen Kuss gewährt hat. Nachdem er diesen aber doch nicht ergatterte verschwand Stefan. Was sie nicht wusste war, dass sie ihn zum letzten mal unter den Lebenden gesehen hatte... Direkt danach bot ihr Prinz Barabas seine Gesellschaft an. Sie holten ein Treffen im Park nach, das vor einiger Zeit leider ausfallen musste. Dabei kommen sie sich sehr viel näher, doch werden sie bald von Gabinski unterbrochen, die die Hiobsbotschaft der Ankunft Soms an den Prinzen überbringt. Gelara eilt sofort um die KdL zu informieren und wirft einen Blick nach Eratir. Als sie zurückkehrt, ist Barabas fort. Sie wartete auf dem Marktplatz. Dann, aus heiterm Himmel, befällt sie eine Art Krampf, von dem sie sich nur langsam erholt. Als Anführerin der KdL weiß sie, dass nun einer der ihren gefallen ist. Wer das ist, sagt ihr letzlich Selor, der wenig später selbst nach Mitheldarien zurückkehrt: Stefan. Ihre ganze Welt bricht zusammen... Sie gibt sich die Schuld an seinem Tod, da sie seine Liebe, die ihr auch erst Selor ausrichtet, nicht erwidert hat. Nur in Barabas Nähe findet sie Erlösung, denn sie trauert unruhig... und versucht ihre eigenen Gefühle zu ordnen.

~*~


Eines Tages auf dem Marktplatz verfällt sie in eine Art Trance... Es ist das erste mal, dass ihr eine Vision widerfährt, und auch nur, weil sie ihr absichtlich geschickt wurde: Stefan lebt wieder... oder noch? Sie verhält sich sehr seltsam und sucht immer öfter Barabas auf. Sie selbst kann es sich nicht erklären, aber ihre sonst so geschärften Sinne lassen in seiner Gegenwart nach. So hat sie auch Stefan nicht bemerkt, der sie und den Prinzen des öfteren beobachtete. Sie trainiert manchmal mit Stefan, nur dabei ist sie sehr unsicher was ihr Verhalten angeht, da sie immer noch nicht behaupten kann seine Gefühle bedingungslos zu erwidern. Im Gegenteil, sie bringt Barabas die gleichen Gefühle entgegen wie damals Malcom... Liebe wagt sie es nicht zu nennen, obwohl es so ist. Ihre kleine Tochter Alisea wird munterer und nimmt des öfteren Reißaus. Fast immer, wenn ihre Mutter über längere Zeit nicht zu Hause war. Sie hat es sich zur Gewohnheit gemacht, dann immer nach Malcom oder Barabas zu suchen.

~*~

02.01.06, 14:38:01

Gelara

geändert von: Gelara - 05.12.07, 19:09:08

~ Gelara, Arlyn Prinzessin ~
SAMMLUNG - TEIL 2


Sie ist eine Elfe vom Stamm der Arlyn;
eine kleine Gruppe, die wohl bald nicht mehr existieren wird
und sich auf die Mystischen Kräfte konzentriert.


Seit einiger Zeit experimentiert sie mit ihren magischen Fähigkeiten. Sie hat jedoch eine Vorliebe für die Wassermagie entwickelt und versucht im Umgang mit ihr geschickter zu werden. Mehr Zeit als damit verbringt sie aber mit Barabas und sie kommen sich sehr nahe. Doch der Tag der Schlacht gegen Som rückt immer näher, und so beginnen sie langsam Abschied zu nehmen. Sie tauschen Geschenke aus. Er gibt ihr ein Amulett und sie ihm eine Rose, die er ihr früher einmal gegeben hat, und eine Tinktur mit magischen Kräften. Aufgrund einer Krankheit, die vorübergehend ihre Magie beeinträchtigte, konnte sie nicht selbst am Kampf teilnehmen. Tagelang nach der Schlacht war sie noch in Ungewissheit, da sie sich nicht getraute jemanden nach Barabas Schicksal zu fragen. Letztlich, nachdem sie einige Soldaten im Dom versorgt hatte, trifft sie zum ersten mal seit der Schlacht auf Malcom. Allein wegen seinem Auftreten befürchtet sie das Schlimmste. Im Park dann eröffnet er ihr, dass Prinz Barabas von General Sitak Sturnn erstochen wurde. Vor lauter Ehrgefühl zwingen sich beide dazu ruhig und ungerührt zu bleiben... Er teilt ihr noch einige Fakten über den Kampf mit, doch dann, als es zur Übergabe einiger persönlicher Gegenstände des Prinzen an Gelara geht, brechen beide in Tränen aus und lassen ihrem Kummer freien Lauf. Barabas überließ ihr die Rose, sein Schwert und etwas, das sowohl Malcom als auch Gelara in einige Bedrängnis bringen würde: einen letzten Kuss.

~*~


Das Amulett von Barabas ist in seiner Grundform heidnisch. Das Schwert, das nordischer Sage zufolge das Schwert des Teufels sein soll, wird von zwei Drachen umwunden. Der eingesetzte Edelstein ist, wenn man genau hinsieht, flüssiges Wasser und birgt magische Kräfte. Seit diesem Vorfall nimmt sie das mächtige Schwert überallhin mit, genau wie das Amulett. Sie möchte lernen damit umzugehen und sucht noch immer nach jemandem, der es ihr zeigen kann, da Malcom sie wegen eines Streits mit Lysaria meiden muss und er sein Versprechen sie zu unterrichten nicht halten kann. Ihre inzwischen siebzehnjährige Tochter Alisea beginnt sich für das Leben ihrer Mutter zu interessieren und des öfteren in Mitheldarien herumzustreunen. Kurze Zeit später bricht Gelara spontan mit Stefan nach Rivellon auf, um dort auch politische Dinge abzuklären, aber vor allem Stefan zu helfen einiges herauszufinden. Dass diese Abwesenheit negativen Einfluss auf ihre Tochter haben könnte, kam ihr nicht in den Sinn. Seit sie fort ist hat Alisea sich verändert. Im Gegensatz zu ihrer doch relativ sanftmütigen und freundlichen Mutter ist sie zwar höflich, aber unglaublich sarkastisch und, man würde sagen, den Männern äußerst zugetan. Wann Gelara heimkehrt ist nicht vorauszusagen, aber bis dahin wird Alisea wohl selbst einige Erfahrungen sammeln müssen...

~*~


Nach einigen weniger angenehmen Ereignissen in der Schänke zieht sich Alisea wieder aus dem öffentlichen Treiben in Mitheldarien zurück, aber nicht ohne einen Triumph: Bei einem ihrer Streifzüge in den Tavernen der Stadt lächelte sie sich einen äußerst charmanten Mann an... der zufällig ihr Vater Kloputzer ist. In Rivellon wird Gelara gar nicht unbedingt benötigt, aber genau das bietet ihr sehr viel Zeit nachzudenken... Und sich zu verändern. Aus der sonst freundlichen und relativ heiteren Elfe ist eine nachdenkliche, schweigsame, überlegende und düster angehauchte Frau geworden. Hinter die Verschleierung durch eine gewisse Kälte kann kaum einer einen Blick erhaschen. Seit sie wieder hier ist hat sie sich mit Lysaria ausgesprochen, mit Malcom jedoch nicht. Für viele ist ihre Beziehung zu ihm noch unklarer seit ihrer Rückkehr. Mit dem Schwert von Barabas kann sie immer noch kaum umgehen, was sie sehr bedrückt. Und ihre Heimkehr wird noch eine viel größere Herausforderung für sie bereithalten: Das Wiedersehen mit Kloputzer... Auch Äußerlich hat sie sich verändert. Von schlichter Schönheit zu seltsamer Erhabenheit... Gelara gab sich, einmal mehr, dem Informationensammeln hin. Eine besondere Absicht hatte sie dabei nicht. Aber einmal, als sie sich auf dem Marktplatz umhörte, sollte sie einem Mann begegnen, der ihre bisherigen Wunden aus ihrem Gedächtnis löschen würde. Erestor Telrúnya. Sie lernen sich kennen; erst flüchtig, aber sofort intensiv, später näher, und umso inniger. Nicht lange, und die beiden sind verlobt... Wie im Rausch macht sich Gelara kaum mehr Sorgen um ihre Ängste, Probleme und Einsamkeit von damals. Aber hat sie das alles wirklich vergessen? Mit Erestor blüht sie auf. Sie fühlt sich zum ersten mal seit langem wieder richtig geborgen und wohl, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

~*~


Alles hätte in Ordnung sein können. Mit Erestor hatte sie den Himmel auf Erden. Durch ihn lernte sie Cuda kennen, und Gelara begann auch sie sehr zu schätzen. Es war eine glückliche Zeit mit ihm. Ein Verlobungsring aus Gold mit einem Rosendiamant versprach ihr Glück perfekt zu machen. Als dann auch noch ihre Tochter nichts gegen den neuen Vater einzuwenden hatte, wurde es fast zu himmlisch um wahr zu sein. Der Abend der Hochzeit kam, und der Abend seines Konzerts. Lange hatte Gelara dafür geübt... Inzwischen war sie an der Laute und im Gesang recht geschickt. Wäre sie nur nicht krank geworden... Aber vielleicht war es gut so. Denn an diesem Abend bekam Fremen Fedeiken seine Rache... Erestor sollte seine Trauung nicht mehr miterleben. Alles was bleibt ist ein Ehering mit einer schicksalhaften Gravur: Iridion... Tagelang geistert sie vor sich hin. Hier und da eine Einzelheit mehr über Erestors Tod, seinen Mörder und seine Vergangenheit erfahrend. Ohne Cuda hätten die düsteren Gedanken überhand genommen. Das Haus säuberte sie vorerst von allem, das sie an ihren Verlobten erinnern könnte, und verwahrte diese Dinge an einem sicheren Ort. Dann versuchte sie wieder durch Arbeit und Beschäftigung dem Trübsal zu entrinnen.

~*~


Sosehr sich Gelara auch bemühte, sie konnte es natürlich nicht hinter sich lassen... Zumindest kam ihre Tochter zurück, nachdem sie mit ihren Brüdern losgezogen war um eine bessere Heilerin zu werden. Alisea verbrachte mehr Zeit draußen als ihre Mutter. Sie schloss sich lange fast zu Hause ein. So kam es auch, dass Alisea Wendigo traf, den Sohn des Mannes, von dem Gelara wohl ebenso abhänhig war wie von Barabas und Erestor... Er ist als einziger übrig. Sobald sich Gelara aus der Versenkung traute kam, was kommen musste... Sie traf Malcom wieder. Und das unter günstigen Umständen... Doch spielte das Schicksal wieder mit ihr. Gerade als es nach Glück für sie aussah, wendeten sich alle Dinge gegen sie. "Mit der Zeit spürt man den Schmerz gar nicht mehr... Man weiß, er ist da, aber man empfindet einfach nichts. Man nimmt es hin wie es ist und weiß, dass es immer wieder so enden wird..."

~*~


In der Stadt gingen seltsame Dinge vor sich. Bruchstückhaft und undeutlich kamen Gelara die wildesten Gerüchte zu Ohren: Hylden, Dämonen, Krankheiten, ... Sie war verwirrt und bemühte sich nur noch einigermaßen die Wahrheit herauszufinden. Dabei erfuhr sie auch, dass Cuda, die Frau, ohne die Gelara heute womöglich gar nicht mehr hier wäre, die Gelara aufgerappelt hatte nach Erestors Tod, vor Malcom beschützt und gewarnt hatte, tot war. Augenscheinlich ein Opfer der mysteriösen Krankheit. Ohne Cuda hat Gelara keinen wirklichen Halt mehr. Von Malcom verraten, Firiath und Liv auf und davon... Niemand mehr. Oder doch...? "Es ist wie wenn man Schiffbruch erleidet und von Bord geht. Man greift nach allem, was dort treibt. Und wenn man Glück hat, findet man andere, findet man ein Boot, und lebt weiter." ... Selor ... "Man kann jemanden tausendmal treffen und auseinanderegehen, es kann immer der Moment kommen, in dem man nichts sehnlicher wünscht als ein Wiedersehen." Anfangs war es Mitleid und Symphathie, die sie bewegten nach Selor zu sehen. Sie konnte Selors Leid nur zu lebendig nachvollziehen, saß doch der Schmerz über Erestors Tod noch tief, und ohne diesen war auch die Sehnsucht nach Barabas wieder greifbar. War es das Dämmerlicht, von den Kathedralenfenstern in so viele Farben gebrochen? War es die beängstigende Größe und Einsamkeit des weitläufigen Gewölbes, in das sie ihm gefolgt war? Zum ersten mal hatte sie mit Selor gesprochen, als Barabas noch am Leben gewesen war. Lange, lange her... mehrere Jahre hatte sie ihn schon gekannt. Anfangs vielleicht für beide eine Flucht vor den schrecklichen Ereignissen, um nicht allein sein zu müssen... doch bald stellte sich heraus, das sie kaum mehr froh wurden wenn der andere nicht zugegen war. Bereits nach wenigen Tagen wurde Gelara mehr Glück zuteil, als sie sich je wieder erhofft hatte: Ein Antrag. Ein Erbstück der Somtaaw, Kennungszeichen der Königinnen, wird ihr in Form eines Rings mit einem großen roten Rubin zuteil. Einige wenige Tage war sie wieder gänzlich sorgenfrei und froh, bis schon wieder ein Schatten über Mitheldarien fiel: Medils angebliches Verschwinden, der neue Ratsherr Clayton, und ein Mann namens Soltar Ramius... Dass diese Selor wegen Kriegsverbrechen in grausamen Gewahrsam nahmen, erfährt sie erst im Geheimen durch Einhorn und ist danach umso glücklicher ihn unversehrt wiederzuhaben.

~*~

05.01.06, 00:07:58

Gelara

geändert von: Gelara - 05.12.07, 19:24:05

~ Gelara, Arlyn Prinzessin ~
SAMMLUNG - TEIL 3


Sie ist eine Elfe vom Stamm der Arlyn;
eine kleine Gruppe, die wohl bald nicht mehr existieren wird
und sich auf die Mystischen Kräfte konzentriert.


Gelara lässt nur selten etwas von ihrer Betroffenheit zum Vorschein kommen... wenn sie in die Enge getrieben wird von alten Erinnerungen... wie Malcom. Dass er zum Vampir wurde setzt ihr mehr zu, als man im ersten Moment meint.
Doch am meisten liegt ihr am Herzen Selor zu helfen. Es bedrückt sie unheimlich, wenn er ihr gegenüber der glücklichste Mann der Welt zu sein scheint und hinter der Fassade nur wünscht endlich aus dem Untergrund ausbrechen zu können, was sich als sehr viel schwerer erweist als das Mitheldarische Gefängnis... Anders als Gelara, die im Passiven Selor durch Geborgenheit und Rückhalt stützt, hält es Alisea nicht mehr aus. Ungestüm und vorlaut wie ihr Vater, und doch hilfsbereit und offenherzig wie Gelara... Am Fest für die Kriegshelden gegen Som, wobei auch der Amnestie Erlass gegen alle Gesuchten außer Selor in der jungen Frau weiter Feuer schürt, geschah ein Unglück bei Claytons Rede. Pflichtbewusst konnte Alisea nicht einfach zusehen, wie dieser seinen Brandverletzungen womöglich erliegen würde und versorgte ihn... Zum ersten mal traf sie hierbei Ramius. Wer weiß, was genau in ihr vorging, als sie ihn und Clayton beisammen sah und ihr in Erinnerung gerufen wurde, wie sehr ihre Mutter unter allem litt was Selor geschah... Einen garstigen Tonfall würde sie nie mehr gegen den neuen Gott in der Stadt haben... Sie wollte aufs Ganze gehen.

~*~


Alisea hatte keine Chance gegen Ramius bei Verhandlungen, und so konnte sie nur einen sehr schweren Kompromiss eingehen... Was sie nicht weiß, ist, dass Ramius bei ihrer Rückkehr nicht mehr sein wird... Doch die Zahlungen an Mitheldarien müssen weiterhin geleistet werden, um Selor zu befreien. Während Aliseas Abwesenheit wird deutlich, dass Gelara ein Kind von Selor erwartet. Für beide ist es ein willkommener Lichtblick in dieser düsteren Zeit. Es ist ein gesunder und kräftiger Junge! Sein Name soll Iridion sein. Für Gelara ist dies die Erfüllung eines letzten Wunsches... aber für Selor? Woher kennt er diesen Namen? Wie viel weiß er... von ihr und Erestor... Doch auch diese Sorge wird bald von einer schwereren abgelöst. Wieder einmal macht sich Selor auf den Weg, wohin kann Gelara nur erahnen, trotz aller Information die er ihr bereitwillig gibt. Genügend Gesellschaft hat sie jedoch während seiner Abwesenheit: All seine Kinder bleiben zurück, und ihr eigenes Jüngstes, Iridion, nimmt sie sehr in Anspruch trotz all der Hilfe seiner Geschwister.

...Schatten...
So fremd und wohlvertraut
Trauer und Schmerz
Verlangen und Sehnsucht
Reue und Glück

Wie nahe diese Dinge beieinanderliegen wird ihr wieder ins Gedächtnis gerufen, als eines schönen Tages ein Zufall sie mit Malcom im Park zusammenführt ... und beider Wille noch zu zahlreich an einem entlegenen Ort. Böses Erwachen steht bevor. Eine magische Kette mit Erinnerungen an ihre Zeit zum Abschied von ihm. Doch der wahre Abschied steht noch viel schmerzlicher bevor, als Lysaria nicht mehr bei ihm ist.

~*~


Malcom will fort, und stellt Gelara damit vor die schlimmste und folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens: Malcom, den sie seit ihrer Ankunft in Mitheldarien begehrt hat ... oder Selor, der sie so gut behandelt hat und den sie so lieb gewann ... Wie um ihr zu höhnen wächst Iridion zu einem wahren Sonnenschein heran, wie seine Ziehschwester Selari. Denn mehr als das war sie für ihn nicht, wie sich bald darauf herausstellte. Iridion bekam die ersten Zähnchen... spitze Zähne. Selor und Gelara verdrängten es beide, doch ihr ließ es keine Ruhe mehr und so suchte sie unfreiwillig Hilfe bei Lysaria, die ihr Gedächtnis an Malcom verloren zu haben schien. Und tatsächlich: Iridion ist ein Vampirskind, und nicht Selors... Die Entscheidung fällt ihr nun deutlich leichter, denn nach diesem Vorfall erkennt sie Selors unbändigen Hass auf die Vampire, der sie das Fürchten lehrt. Erschrocken und hilflos flieht sie zu Malcom, und häßliche Szenerien folgen auf dem Marktplatz und außerhalb der Stadt... als Malcom und sie ihre Entscheidung Selor offenbaren... Als Galen und Gelara aneinandergeraten...

~*~


Viele Jahre lang blieb die Gegend vergleichsweise ruhig, und Gelara hatte die Gelegenheit und Zeit, sowohl dem jungen Iridion als auch ihrer zweiten Tochter genügend Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die gesamte Vergangenheit scheint belanglos, war es doch von Anfang bis Ende nur eine einzige Tragödie um eine Liebe, die nicht sein durfte und nun endlich blühte. Später jedoch zog es Gelara immer wieder fort, sei es selten einmal in Angelegenheiten der Krieger, oder in persönlichen Dingen. Zum Beispiel trat sie eine lange, aber dennoch erfolglose Reise in den Norden an, um nach den verbliebenen zwei Amuletten zu suchen, von denen ihr ein Freund berichtet hatte, oder eine sogar noch längere Reise in die Lande um einen Lehrmeister für die Künste des Wassers zu finden. Nach einem derben Rückschlag ihrer Suche kehrt sie wieder zurück, ohnehin schon zu lang geplagt von Heimweh und Sehnsucht. Doch als sie ankommt findet sie nicht das vor, was sie zurückließ. Etwas unausgesprochenes steht zwischen ihr und Malcom. Etwas, das sie nie wirklich begriff. Alisea pflegt weiterhin losen Kontakt zu Selor, dem sie sich immer mehr zugetan fühlt, je mehr Gelara und Malcom sich Iridion und Elvira zuwenden.

~*~


Wieder einmal drohte die Kluft zwischen ihr und Malcom unüberwindbar zu werden, und so machte sie sich auch nicht sonderlich viele Gedanken, als er eine Tage lang fortblieb. Aus Tagen wurden jedoch Wochen, die sich schon zu einem vollen Mondzyklus anzuhäufen drohten. Nirgends ist er zu finden, und die wenigen, die sie um Rat zu bitten wagte, wussten ihr nicht zu helfen. Die Erlösung von der Suche ereilte sie dann schließlich an einem späten und kalten Abend in Form von Einhorn. Durch sie erfuhr Gelara von Ereignissen im Dom, die zwar ihre Fragen beantworteten, aber umso mehr neue aufwarfen. Malcom war auf irgendeine Weise auf die falsche Seite von Vladimir geraten und hatte dafür gebüßt. Höchstwahrscheinlich sogar mit dem Dasein. Es war schon wieder passiert. Schon wieder hatte sie einen Gatten überlebt... Doch diesmal traf es sie auf gänzlich andere Weise. Ja, ihr Leben war eine einzige Suche nach ihm gewesen. Ihre Erfüllung war die Geburt ihrer beiden gemeinsamen Kinder gewesen. Ein Leben ohne Ziel, ohne Sinn, ohne Erfüllung lag nun vor ihr. Pflichtbewusst kümmerte sie sich weiter um ihre Sprösslinge - die jüngste beinahe zwei Jahre alt, der älteste weit über 30 - und ihre eigene Ausbildung, doch wozu? Nach Rache gierte es ihr nicht, denn durch diese Begebenheiten erkannte sie, was sie schon einige Zeit geahnt hatte: Licht konnte nicht beschützen. Niemanden.
Das Dunkle, Gerissene, Geheime würde schlussendlich bekommen, was es wollte. Wie viel Pietät hatte sie in ihrem Leben an den Tag gelegt, wie lange den Kriegern des Lichts gedient und wie intensiv Alisea selbiges nahegelegt! Alles umsonst. Nichts hatte irgendjemanden vor dem Tod bewahrt, nicht hatte sie vor Leid bewahrt, und auch Alisea ging ihren eigenen Weg in den zwielichtigen Welten der Zuhälter, Fälscher und Nekromanten. Ihr ging es aber im Gegensatz zu Gelara gut. Sie florierte prächtig und war mehr als glücklich mit ihrer Lage. Am Ende mit sich selbst ritt sie nach Phariantros und sorgte für einen schnellen Wechsel der Führungskräfte, da sie selbst in dieser Organisation all das Versagen des Guten personifiziert hatte. Gelara wusste, dass sie nicht sterben würde. Das hatten ihr die Götter auch nach Bitten und Flehen oft genug versagt. Das war auch der Grund, warum sie nicht mehr auf ihren Beistand hoffte. Vielleicht war Alisea um einiges weiser als sie gedacht hatte.. Vielleicht hatte sie ja den richtigen Weg gewählt. Den Weg, auf den Malcom nach seiner Wandlung auch ihr einige Blicke gewährt hatte...

~*~

23.01.06, 14:57:52

Gelara

geändert von: Gelara - 05.12.07, 19:26:19

~ Gelara, Arlyn Prinzessin ~
SAMMLUNG - TEIL 4


Sie ist eine Elfe vom Stamm der Arlyn;
eine kleine Gruppe, die wohl bald nicht mehr existieren wird
und sich auf die Mystischen Kräfte konzentriert.



Im Schattenzirkel blühte Gelara auf eine Art und Weise auf, die ihr fremd war. Sie begann wieder an sich zu glauben und Mut zu fassen, ihr Leben auch ohne Malcom bewerkstelligen zu können. Am meisten verdankt sie Norganath, den sie jedoch außer ein einziges mal nur flüchtig sieht, nachdem sie ihre Aufnahme hinter sich gebracht hatte. So sicher fühlt sie sich, dass sie es sogar wagt den Mörder Malcoms zu suchen: Vladimir. Doch am Ende findet er sie, und im Laufe einer kuriosen nächtlichen Zusammenkunft in den Hallen der Bibliothek offenbart sich Gelara ein noch immer unbekannter Teil ihrer Seele, und ein tiefliegendes Verständnis kommt für Vladimir Vasques auf. So flüchtet sie sich auch immer wieder zu ihm in seine abgeschiedenen Gemäuer, vor allem, als jemand, den sie für einen Sharlatan hält, auftaucht und behauptet er sei der wahre Malcom. Sie ahnte nicht, dass sie Unrecht hatte. Doch als sie ihren Irrtum erkannte, erfuhr sie ebenso, dass er begonnen hatte für den Kardinal seine eigene Rasse, die Vampire, auszurotten. Ein jahrealter Hass brodelte in ihr auf, den sie zuvor gegen Selor gehegt hatte, da er so gegen die Vampire gewettert hatte. Wer ihnen etwas antat, griff sie defacto persönlich an. Fortan verbrachte sie ihre Stunden zu Haus oder in der Bibliothek Vladimir's, wo sie ab und an die Gelegenheit zu einem Gespräch mit ihm bekam. Er weckte immer mehr ihre Neugier, und ihr gingen die Fragen nie aus. Von was sie jedoch nichts wusste, war, dass Vlad sie benutzte um Malcom zu verletzen und in Rage zu bringen. So war sie auch nicht darauf vorbereitet, als Malcom ihr auf dem Marktplatz aggressiver denn je begegnete. Von Angst gepackt floh sie ein letztes mal in Vladimirs Arme, und das endgültig. Kaum noch ließ sie sich sehen. Weniger Monate später dann folgten Freude und Schmerz allzu dicht aufeinander.

Arlyn Manor
Die großzügigen Hallen lassen ahnen, dass hier einmal das Leben blühte
Brunnen und Quellen betten sich überall in den kalten Stein
Gewölbe durchwoben von Nischen und Geheimnissen
Bedeckt von Samt und Linnen

Curiosa Quaerens Gelara Arlyn
Kind des Südens und des Wassers
Von unübersehbarer Blässe
Eine verhältnismäßig kleine Elfe
Ihr Herz an unvergängliches Wissen verloren
Dem sie in die Ewigkeit folgte

~?~ Das Ende ~?~


~*~





Illustrierendes Material

KINDER


Shibby

Sasuke

Alisea

Iridion

Elvira


SONSTIGES

Barabas' Amulett

04.01.08, 19:51:48

Gelara

geändert von: Gelara - 04.01.08, 22:20:31

~?~ZURÜCK~?~

..man sagt an samhain..
..sei der schleier zwischen tod und leben..
..besonders durchscheinend und dünn..
..so auch diesmal in mitheldarien..
..als ein mädchen in den gärten..
..mit dem feuer spielt..


Zitat:
Feurige Alisea sammelt sich noch einmal. Der folgende Teil würde der schwerste sein.. Sie nimmt das erste Blatt zur Hand und liest mehr aus dem Gedächtnis als vom Blatt ab, das ihr in der Dunkelheit und dem spärlichen Kerzenschein keine rechte Auskunft geben will. So leis murmelt sie die Worte vor sich her, dass der Wind sie beinahe vollständig mit sich davonträgt, noch ehe sie ihre Lippen verlassen haben. ".. levate.. umbras." Mit einem mal hören die Kerzenflammen auf zu flackern, als ob der Wind innerhalb ihrer Formation nicht existiere.
Feurige Alisea seufzt erleichtert. Dann waren die Dokumente, die ihr zuteil geworden waren, zumindest kein kompletter Dummfug. Ermutigt durch diesen Erfolg, und beholfen durch das nun hellere und stetere Licht der Kerzen, spricht sie weiter die Formeln auf dem Pergament, die ihr so fremd sind, dass sie sich blind auf die Beschreibung verlassen muss, die sie aus beiliegenden Schriften erhalten hat. "Referrant.. ex aeterne.. viventes.. temp--- .. ! Veni e.. tes-... hic." Nach langer Zeit, und inzwischen auf der Vorderseite des dritten Pergaments angekommen, hält sie inne. Der windstille Bereich umfasst inzwischen auch sie, und ein wenig Wärme kehrt in sie zurück, verglichen mit der Eiseskälte des beißenden Windes. Ein Blick zum Himmel - flehend? - und dann ruft sie der Mitte des Kreises zu: "Bringt den, der Alisea Arlyn Vaterschaft schuldig ist!" Mit einem mal herrscht Totenstille, als ob die Barriere, die den Wind davon abgehalten hat, sie zu berühren, nun auch alle Geräusche von ihr fernhält
Feurige Alisea wirft sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf den Boden, die Hände schützend über dem Kopf zusammengeschlagen. Das Feuer der Kerzen hatte Stichflammen geschlagen, und laut hallten Stimmen, Gelächter und Gezeter, in Aliseas Ohren. Visionen von Grabstätten, Toten und Untieren erscheinen vor ihren Augen, und sie beginnt zu schreien. Im Gras krümmt sie sich unter der Anstrengung all das abzuschütteln, doch sie hat keine Chance. Sie hatte etwas begonnen, das nun nicht mehr in ihrer Hand lag.. und irgendwann, am Rande der Verzweiflung, schrie sie: "MUTTER, Hilfe.. Hilf mir! Mutter!!"
Feurige Alisea bemerkt in ihrer Agonie nicht, wie die Schatten sich plötzlich verdichten inmitten der Feuer.. wie die abgelaufenen Muster plötzlich hell leuchten in dunkelstem Blau, als ob der Himmel seine Spuren über die Wiese zöge.. wie die wabernde Dunkelheit sich langsam zu formen beginnt. Nur, dass die Stimmen und die grausamen Bilder abschwächen, wird ihr bewusst, und sobald sie Herr ihres Fleisches wieder ist, macht sie sich daran in Richtung der oberen Gärten zu fliehen, so schnell ihre Füße sie tragen.
Feurige Alisea ist längst über die nächste Hügelkuppe verschwunden, als das ganze missglückte Ritual seinen Höhepunkt erreicht und alle Barrieren wieder fallen. Zurück bleiben die umgeworfenen und teils erloschenen Kerzenstumpen und ein dunkles schwarzes etwas, das im Mondlicht an Samhain inmitten des ganzen Zaubers erschienen ist. Etwas, das beginnt, sich zu regen..
Wasserkünstlerin Gelara öffnet die Augen. Alles, was sie sieht, ist Dreck. Dreck und Gras. Verwundert zieht sie die Stirn kraus, und versucht sich zu erinnern, was gerade passiert ist.. Ächzend richtet sie sich auf, bis sie schließlich ihre volle Größe erreicht hat. Jede Faser ihres Seins schien einen leisen Protestschrei verlauten zu lassen, als sei sie gestürzt, oder etwas ähnliches, und kämpfe nun gegen die verwundetetn Gliedmaßen an. "Seltsam.. Wo ist denn..?" Gelara blickt umher, sieht jedoch in der Dunkelheit nicht viel außer die glitzernde Oberfläche des Sees, und die mickrige Flamme einer Kerze hier und da. Die Gedanken in ihren Kopf setzten sich langsam zusammen. Irgendetwas musste sie wirklich heftig durchgeschüttelt haben..
Wasserkünstlerin Gelara wird nun wachsamer. Der kalte unbarmherzige Wind, der ihr in die schwarzen Gewänder gefahren war, weckte ihre Sinne vollends auf. Sie erinnerte sich vage.. dass sie nicht hier gewesen war, als sie das letzte mal hatte klar denken können. Wo mochte dieser Ort nur sein? Noch einmal sieht sie sich um. Nun, da ihre Augen sich etwas an die Dunkelheit gewöhnt haben, erblickt sie auch einen Korb am Ufer des Wassers, und einige Bäume in der Ferne, manche sogar in ihrer unmittelbaren Nähe. Dass sie aus der Mitte eines einfältig gezogenen Bannkreises heraustritt, ist ihr in keinster Weise bewusst.
Wasserkünstlerin Gelara tritt ans Ufer heran und neigt ihren Oberkörper soweit dem kühlen Nass zu, dass ihre Hand die Oberfläche des Wassers streicheln kann. Einige Momente verharrt sie so, dann kehrt sie in einen geraden Stand zurück. Nachdem sie den Korb näher in Augenschein genommen hat, sowie den Mantel, der in seiner Nähe liegt, und die Flaschen und Beutel in der Nähe der Kerzen, verlässt sie die Szene langsam, die Umgebung gut im Auge behaltend.




Durch einen Zufall also fand Gelara unfreiwillig und ohne Absicht wieder nach Mitheldarien. Welche Kräfte auch immer ihre Tochter da beschworen hat, haben die Barrieren gebrochen, die sie vor etwas mehr als einem Jahr überschritten hat. Sie beobachtet und scheint nichts anderes im Sinn zu haben, als auf Alisea Acht zu geben. An der Stadt liegt ihr wenig..
 
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