07.02.06, 21:46:09
Tsukasa
Tsukasa wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus als Elf auf. Seine einzige Freundin war eine gleichaltrige Elfe namens Yicarilla, mit der er seine gesamte Jugend verbrachte.
Im Alter von 140 Jahren verließ er seine Heimat, um dem unspektakulären Leben seiner Familie zu entkommen. Bis dahin hatte er sich jedem, der versuchte ihm etwas beizubringen, verweigert.
Auf seiner Wanderung lernte er viele Freunde kennen und arbeitete zeitweise bei verschiedenen Handwerkern. So lernte er mit Holz und Stein zu bauen und auch Grundkenntnisse im Schnitzen, Gartenbau und anderer Haushaltsarbeiten. Mit 22 fand er in einer Gewitternacht eine Hütte im Wald. Dort traf er auf einen alten Elfenmagier, der ihm einige magische Fähigkeiten und die Macht des Gedankenlesens in langjährigen Lektionen beibrachte. Als Gegenleistung besorgte er Haushalt und Garten und kümmerte sich später auch um die jüngeren Schüler von Hir Morchant, seinem Meister. Doch nach etwa 60 Jahren plagte ihn die Ungeduld und er verließ den Magier wieder und zog weiter, als er vom Tod seiner Eltern erfuhr.
Er kehrte in sein Elternhaus zurück und kümmerte sich um den Nachlass seiner Eltern. Den Großteil brachte er unter die Menschen der Umgebung. Die Ländereien verpachtete er zu Spottpreisen und übergab das Haus, an Yicarilla, seine alte Freundin, und verließ seine Heimat endgültig. Daraufhin kam er im Alter von 297 Jahren nach Mitheldarien und lebte dort zunächst sehr zurückgezogen, bis er die liebreizende Aramir, eine jüngere Elfe kennenlernte. Er war niemals so glücklich gewesen als mit dieser und freute sich schon auf ein ewiges gemeinsames Leben zwischen Kaminfeuer und gemeinsamen Tänzen. Diese innige Liebe verband ihn mit ihr und so war es auch selbstverständlich für ihn, sie zu unterstützen, als sie von einer Reise als Vampir heimkehrte. So ließ er sich kurzerhand darauf ein, selbst zum Vampir zu werden, um nicht zufällig eines ihrer Opfer zu werden und trank von ihrem Blut. Entgegen seiner Annahme, dass würde die beiden noch mehr verbinden, war dieser Biss ein verhängnisvolles Ereignis, wie er schon bald merken sollte.
Kurz darauf begab es sich, dass er die schwer verletzte Aramir im Park fand und von dieser erfuhr, dass TirAsleen, eine Elfe die schon seit längerem seine Misstrauen verdiente, seine geliebte unschuldige Frau so zugerichtet haben soll. Daraufhin tötete er wutentbrannt und kaltblütig die Dunkelelfe. Seinen Fehler gewahrte er erst, als Einhorn ihm bewies, dass TirAsleen Aramir nicht angegriffen haben konnte. Als er Aramir zur Rede stellte, machte diese sich darüber lustig, wie leichtgläubig er doch sei. Mit Hilfe einiger seiner Freunde schaffte er es zwar, TirAsleen wiederzubeleben, doch leider schaffte er es nicht, Aramirs Gründe herauszubekommen.
Es ergab sich, daß er und sie wieder auf dieses Thema zu sprechen kamen und sich so heftig stritten, dass Tsukasa sie pfählte, um sein eigenes Leben zu retten. Was er nicht wußte war, daß ihr dies nicht wirklich viel anhaben kann und so staunte er nicht schlecht, Aramir eines Tages auf dem Marktplatz wiederzusehen. Nach einer kurzen heftigen Auseinandersetzung ließen sich die beiden scheiden, doch noch gibt Tsukasa die Hoffnung nicht auf, Aramir wiederzugewinnen.
20.06.07, 15:55:42
Tsukasa
Einige Wochen vergingen, bis schließlich Yicarilla nach Mitheldarien kam. Sie hatte Tsukasas Haus kurzzeitig an eine Freundin gegeben, um ihren Freund zu besuchen. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten groß und so ist es nicht verwunderlich, dass die zwei sich näher als je zuvor kamen. Tsukasa vergaß die Verrückte, mit der er verheiratet gewesen war, und und so stand er auch völlig neben sich, als er zusammen mit Yicarilla auf diese traf.
Es war gerade zur Abenddämmerung auf dem Hügel südlich der Stadt und er ging mit Yicarilla spazieren, als Aramir unerwartet auftauchte. Direkt erkannte sie, was zwischen den beiden war und beinahe ebenso direkt erdolchte sie Yicarilla und verschwand in den Schatten. Vor Verzweiflung rasend schwor Tsukasa blutige Rache, nachdem er seine geliebte Yicarilla beerdigt hatte. In dieser Nacht begannen seltsame Träume ihn heimzusuchen, denen er zunächst aber keine Beachtung schenkte.
Die Träume zeigten einen gigantischen, weißen, tempelartigen Bau aus dessen Richtung eine erfurchtgebietende Stimme etwas unverständliches sprach. Doch von Nacht zu Nacht wurden die Träume intensiver und schließlich erkannte er ein schemenhaftes Symbol. Als er gedankenversunken auf dem Marktplatz die Zeit verstreichen ließ und Rachepläne gegen Aramir schmiedete, begann er unbewußt. etwas in eine Hauswand zu ritzen. Nach und nach entstand so eine Pyramide mit etwas rundem, augenhaften inmitten dieser und, als er fertig war, grollte es wie Donnerhall durch seinen Kopf und er erkannte, dass es das Symbol war, welches seine Träume so schemenhaft durchzog.
Tsukasa begab sich in die örtliche Bibliothek, um vielleicht etwas über das Zeichen zu erfahren, und wurde angenehm überrascht, als Zabanja, die Bibliothekarin, ihm ein Buch mit dem Titel "Baranea" gab, auf dessen Einband nur genau 'sein' Zeichen zu erkennen war. Sie warnte ihn noch wegen des anscheinend geheimnisvollen Fluchs dieses Buches. Dies stieß aber auf taube Ohren.
Da die mysteriöse Stimme in seienn Träumen ihn zu rufen schien, begann er damit, sich für eine längere Reise zu rüsten. Zuerst suchte er sich einige Gefährten für die Reise und begann schon einmal Vorräte zu versorgen, als ein kleines Menschenmädchen, Firele genannt, seine Neugierde weckte. Es stellte sich heraus, dass sie keine Eltern mehr hatte und so beschloß er, sie auf- und mitzunehmen.